Fleischgebundene Geschichten
- FRAUENBARTH

- 6. Jan. 2025
- 5 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 8. Jan. 2025
Ich stelle mir gern vor, dass wir alle fleischgebundene Geschichten sind. Menschen, Tiere. Jeder von uns lebt gerade seine eigene Geschichte im diesem Zeitalter. So war es vor uns, so wird es nach uns sein. Als ich klein war, schien mir alles Ultimativ und Vorgegeben. Es gab Mama und Papa, Oma und Opa und Rosi-Oma, eine Handvoll Kinder und die Infos über die Welt, die die Erwachsenen damals selbst geglaubt haben. Über Gott und die Welt. Und dann wurde ich älter, lernte mehrere Menschen und Tiere kennen, setzte mich mit verschiedenen Perspektiven auseinander und war im fortgeschrittenen Kindesalter nicht mehr ganz davon überzeugt, dass die Erwachsenen wirklich den ultimativen Plan hatten. Vielleicht ist das Leben gar nicht das starre Raster, das plump Regeln folgt wie eine Funktion. Vielleicht kommen meine Eltern gar nicht in die Hölle, nur weil sie aus der Kirche ausgetreten sind, wie meine Religionslehrerin behauptet hat (hab sie Jahre später wieder getroffen - im Tierheim. Süße Frau, kann ja nichts für ihren Glauben. Immerhin hat sie sich positiv an mich erinnert und das brauchte ich zu dieser Zeit also war sie vielleicht auch sowas wie ein Engel in meiner Geschichte des totalen Chaos).
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