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Kaufhauscop | Mitdenken & Kommentieren

Neuer Beitrag jeden Sonntag | 15.00 Uhr


Willkommen bei Frauenbarth. Deinem Blog für Alltagsgeschichten der ungeschönten Art. Mal bitter, mal sauer, mal lustig, mal liebevoll - aber immer mit Gefühl und Querverbindungen.


Ich schreibe hier über meinen Alltag, um dich zu unterhalten, mich selbst zu strukturieren und gesellschaftliche Fragen auf den Tisch zu bringen in dem ich Alltagssituationen aufgreife, anstatt auf Social Media Welle zu schieben.


In den MK - Beiträgen möchte ich dich nochmal ganz gezielt einladen, zu manchen Fragen, die sich mir im Laufe der letzten Monate so gestellt haben, aus deiner Perspektive zu beantworten. Hier geht's nicht um richtig oder falsch, Anerkennung, Lob oder Ablehnung, sondern einfach um deine ehrlich empfundene Ansicht. Ich freue mich auf deinen Beitrag!


Mitdenken & Kommentieren


Die Kaufhauscopstory aus den Blogbeiträgen: "Besserung" & "7 Tage - Die Kaufhauscopstory"


Besserung, 08. November 2024

[...]

Auf dem Rückweg will Basti schnell bei Edeka Milch und Getränke mitnehmen, doch der Kaufhauscop ist schon wieder aktiv. Luca und ich kämpfen gerade um einen Ball, als mein Freund erbost aus dem Laden stürmt und ihnen hinterherschreit, dass er auch kein Interesse mehr dran hat, in dem Drecksladen einzukaufen.


"Was ist passiert?"

"Ach dieser Vollidiot ist mir schon wieder nachgelaufen und dann geh ich zu der dämlichen Verkäuferin, um ihr zu sagen, dass ich mich von dem echt belästigt fühle langsam und dann sagt sie mir, ich müsse ja dort nicht einkaufen. Dann sage ich, was mit denen nicht stimmt und die geben mir Hausverbot."


Ui. Krasse Nummer. Wir kaufen zwar vorwiegend im Rewe ein, aber wir sind eigentlich trotzdem spätestens alle zwei Tage bei Edeka Georg zum Einkaufen gewesen. Wir wohnen ja nebenan. Wir leben schon damit, dass ein Kassiervorgang eines Einkaufs mit drei Artikeln fünf Minuten dauert, was für mich als Einzelhändlerin absolut nicht nachvollziehbar ist, damit dass das Personal die Kunden mit Blumenwasser übergießt oder über den Haufen rennt, aber sich verfolgen zu lassen wie einen Dieb geht dann doch zu weit. Kein Wunder, dass die Menschen immer unzufriedener werden. Wenn man solche Läden weiterleben lässt mit solchen Mitarbeitern kann es ja auch nicht zu einer besseren Welt kommen. Schande über dieses Verhalten und alle, die auf Führungsebene wegschauen, was dort falsch läuft. (Ist übrigens nicht so, als könnte man den Kunden nicht tatsächlich sehr gut beim Stehlen zusehen. Leider sind die Positionen da drin völlig falsch besetzt und so dürfen diejenigen, die ihre Waren bezahlen, dabei zuschauen, wie die anderen es nicht tun, während sie sich verfolgen lassen müssen.)

"Ich kann das nicht mehr so auf mir Sitzen lassen, Bebi." "Das versteh ich. Und jetzt?"

"Ich muss Beschwerde einreichen."


Das dritte Mal innerhalb der letzten drei Monate, dass wir uns direkt an die Beschwerdestelle eines Unternehmens wenden mussten. Ist eigentlich nicht unser Stil, aber es geht nicht mehr anders.


Ich suche die passende Nummer raus und Basti schildert den Vorfall. Das Hausverbot ist natürlich sofort aufgehoben, aber wir haben klargemacht, dass Edeka als Unternehmen für uns ab jetzt hinfällig ist. Mir ist klar, dass es sich hierbei um einen einzelnen Kaufmann handelt, trotzdem verteilt Edeka die Konzessionen. Und dann fällt das jetzt halt unter die Sparte, wo wir nicht mehr mitmachen wollen. Wie beim Fleisch essen. Muss halt einfach nicht sein.


7 Tage, 15. November

[...]


"Weißt was, wir sollen ja doch dort weiterhin einkaufen. Lass uns doch schnell Milch holen, ich hab keine mehr."

"Und dann müssen wir mit den Hunden und dem Zeug und der Milch zurück."

"Wir haben doch noch Zeit. Bringen wir halt die Milch vorher heim."

"Ja, stimmt und dann bringen wir die Hundesachen her und du holst Gucci, damit wir unser Abendgassi machen können."

"Ja schau."

"Und Kaufhauscop?"

"Wir sollen ihn auf Frau F. ansprechen und sehen wie er darauf reagiert."

"Okay. Let's try. Außerdem habe ich jetzt die Handynummer von Herrn E. eingespeichert. Nur zur Sicherheit."


Wir gehen los und suchen die Palette mit der Milch. Ist aber keine da, also fragen wir die Mitarbeiter, die an uns vorbeihuschen und den Abendablauf durchgehen. Geht langsam ans Zumachen und der Laden ist auch schon recht tot. "Oh ne, sorry, die ist gerade ausverkauft."

"Ach, gar kein Problem, dann kommen wir ein anderes Mal deswegen wieder."

"Ja klar."

Als wir reingegangen sind, war Kaufhauscop mit dem Rücken zum Eingang, er hat uns also nicht kommen sehen. Wir sind jetzt auch nicht gezielt unauffällig, sondern halt einfach wie immer. Dunkel gekleidet, mit Kopfhörern und der Anspannung der letzten Tage unterwegs.

"Gut, jetzt muss ich trotzdem was Kleines kaufen. Ist ja sonst voll unhöflich, vor allem nach der Beschwerde letzte Woche.", stellt Basti fest und nimmt sich was zu Trinken aus dem Regal. "Pass auf, jetzt hat er die Witterung aufgenommen!", fügt er an und deutet mit dem Kopf in Richtung des Ganges. Man hat offenbar schon mit ihm gesprochen, soweit wir informiert sind, also sollten wir jetzt auch in ruhe dieses Getränk kaufen können. Wir laufen an die einzige besetzte Kasse. Vor uns ist eine Kundin. Der Kaufhauscop reiht sich hinter uns ein und nimmt sich eine Packung Kaugummi. Er rückt mir schon ein bisschen dicht von hinten auf die Pelle und ich drehe mich ruckartig um, um mir meinen Raum zu verschaffen. Ich lasse mir doch nicht von einem alten Mann in den Nacken atmen, nur weil er der Meinung ist, er müsste... keine Ahnung was er überhaupt vor hat oder warum wir auf seinem Radar erschienen sind. Er ist wohl einfach der Meinung, dass mein Freund die überwachungswürdigste Person im Laden ist. Gibt keinen Grund, den wir sehen können. Oder Edeka und wir haben beschlossen, dass Edeka an sich auch wirklich gar nichts dafür kann.

"Kommen Sie mit an die andere Kasse.", sagt er und grinst dumm. "Warum? Die ist nicht besetzt?"

"Kommen Sie mit!" Wir kommen mit und die Dame vor uns an der Kasse schaut uns schon ganz komisch an. "Warum sollen wir jetzt an einer geschlossenen Kasse stehen?"

"Weil..."

"Okay, ich möchte sofort mit Frau F. sprechen." Basti ist zurecht richtig sauer. "Was ist denn los?", ruft der Kassierer von der besetzten Kasse und ruft folgend sofort die Marktleitung aus. Also die Stellvertretung, weil Frau F. nicht mehr im Haus ist. In der Zwischenzeit informiere ich den Kaufhauscop, dass er, wenn er ein Problem hat, das gerne mit Herrn E. klären kann und wähle seine Nummer. Kaufhauscop grinst nur blöd und tut so, als wäre ich irgendwie verrückt. Als ich Herrn E. kurz über die Sachlage informiere, grinst er immer noch dumm, geht ans Handy und sag: "Nein, ich habe kein Problem. Die machen schon das zweite Mal Stress hier."

Oh wow. Inzwischen trappelt das Mädchen an, das wir gerade nach der Milch gefragt haben, gefolgt von ihrem Kollegen. Es herrscht kurz allgemeines Chaos und irgendwann gibt mir Kaufhauscop mein Handy wieder. Herr E. entschuldigt sich noch tausendmal und informiert mich, dass er leider nichts tun kann, weil der Mitarbeiter einer Fremdfirma unterstellt sind. Er überschreitet zwar deutlich seine Befugnisse, aber das muss jetzt erstmal mit dem Chef von der Sicherheitsfirma geregelt werden und es klingt, als wäre unser Fall nicht der einzige. Es ist uns schleierhaft, wie man so von sich selbst überzeugt sein kann und sich dann aufführt, wie die Axt im Walde, wenn man schon lange keinen Auftrag mehr hat. Basti bezahlt sein Getränk und ich gehe nochmal alles mit Herrn E. genau durch, entschuldige mich für die späte Störung am Freitagabend und er reagiert kaufmännisch perfekt. Solche Leute braucht es. Mit Herz und Verstand in ihrem Beruf. Schade, dass die Kaufhauscops und Fitnessschlampen den wirklichen Arbeitern das Leben immer unnötig schwer machen müssen.


Kennst du das, wenn sich das Leben schlagartig ändert und es dann auch noch Leute gibt, die auf deinem äußeren Erscheinungsbild rumtrampeln?


Zeit zum Nachfühlen, Mitdenken und Kommentieren.


Glücklicherweise sind wir jetzt, 13 Monate später, wieder in einer besseren Position als zu dieser Zeit, aber den Laden meiden wir nach wie vor.


Bist du da auch so? Wenn ein Mitarbeiter in einem Geschäft sehr unfreundlich ist, überträgst du das auf die Marke oder wenigstens das Ladengeschäft?


Durch meine berufliche Tätigkeit in meinen 20ern habe ich glücklicherweise auch viele toll geführte EDEKA-Filialen kennenlernen dürfen und wollte sogar lange Zeit selbst einen führen. Diesen Gedanken habe ich mit dem Erwachsenwerden abgelegt und bin darüber auch ganz froh. Dennoch bin ich immer noch ein Fan von gutem Einzelhanden und werde das in fernerer Zukunft auch wieder in mein Berufsleben integrieren.


Bist du auch viel kritischer mit Branchen, in denen du selbst tätig bist?


Unter Gastro-Leuten kenn ich das ja oftmals von der Verständnisvollen und freundschaftlichen Seite, à la "Hey, ich bin auch Koch/Servicekraft/..." im Einzelhandel hingegen muss ich zugeben, dass ich diejenige bin, die wie eine alte Hexe über Missstände schimpft. Deswegen gehe ich nach Möglichkeit nur in den Rathaus-Rewe. Da ist auch nicht alles perfekt, aber ich mag das Team und es wird aufrichtig und mit voller Energie gearbeitet.


Wie gehst du damit um, wenn du bedrängt wirst, obwohl es dir sowieso schon schlecht geht?


Teile deine Gedanken frei und offen, reflektiere bevor du auf Enter drückst und bleib konstruktiv und respektvoll, damit alle etwas von deinem Kommentar mitnehmen können.




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Runa, 2025

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Warum das Tagebuch eines Anderen lesen?

Einfache Antwort: Perspektivenwechsel

Weiterführende Antwort: 
Habe mich so ein bisschen selbst in der Zeit verloren und sehe, dass ich damit nicht allein bin.

​​

Wenn alles sich ändert, wer bin ich dann und wo stehe ich?

Hier erzähle, was ich erlebe, denke, fühle, arbeite einige Kontroversen auf, die mir öfter begegnen und bin gespannt, wie du dein Leben in einer sich wandelnden Welt gerade empfindest. 

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