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Alltag.
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Frauenbarth Blog
anders. erleben. lesen.

"Ich mach mal eine Pause"

habe ich mir für heute vorgenommen. Die Nacht ist furchtbar. Ich stehe ungefähr zwanzig Mal, gehe Pipi, trinke einen Kakao und brauche eine halbe Stunde bis ich wieder einschlafe. Die Schmerzen spielen gegen mich. Um sieben ist Basti dann fit und entschuldigt sich dafür, dass er schon am PC sitzt. "Schon ok. Schon ok..."

Ich schlafe bis zehn und quäle mich dann hoch, um mit Nala und Ali Gassi zu gehen. Basti ist wieder müde und legt sich nochmal hin.


Ich gehe mit den Hunden in den Schlosspark und freue mich über den Frühling. Auf dem Weg begegnen wir mal wieder einer Handymutter und einem Kind, das viel zu alt ist um nicht zu verstehen oder wissen, dass man nicht mit dem Fahrrad direkt vor die Schnauze von zwei (fremden) Hunden fährt. Bei der Unereziehung weiß ich echt nicht, wo das alles hinführen soll. Aber darf ich was sagen? So kinderlos und in meinem Outfit à la Waldschratt mit Wärmflasche in die Hose gestopft, weil beim Bauchi gewärmt werden muss und zwei Hunden, die sich spontan entscheiden, einen Showdown zu starten. Über Erziehung darf ich grad wohl nicht mal nachdenken...


Ich verwerfe den Gedanken und bin stattdessen stolz auf meine beiden Hunde, dass sie ganz unbeeindruckt von dem Akita auf der anderen Straßenseite sind. Weniger begeistert bin ich, als besagter Akita auf einmal zwei Meter hinter uns steht und uns anbellt. Ich bleibe ruhig, die Hunde auch. Der Akita ist auch an einer Leine, aber halt an einer Flexi, die Gucci nicht mal gut halten würde und die ist 70% kleiner... egal. Wir gehen weiter, ich bin stolz auf die Hunde und das Spiel wiederholt sich. Beim dritten Mal drehe ich mich um und will was sagen, da rennt der Hund grad wieder auf die Straße und ein Auto kommt...


Es geht zum Glück glimpflich aus, der Fahrer kann bremsen und der Akitamensch hastet seinem Hund nach. Mir reicht's, wir gehen in den Schlosspark. Dort angekommen verweile ich erstmal auf meiner Lieblingsbank, atme durch und die Hunde schnuppern sich derweil durchs Blumenfeld. Es ist ein richtig schöner Vormittag.


11.20 Uhr

Wir sind wieder zuhause und ich klinke mich kurz fürs Homeoffice auf.


11.40 Uhr

Basti steht auf. "Warum gehst du, wenn ich aufstehe?"

"Weil ich Termine habe."

Ich mache mich fertig und fahre nach Oberursel. Es ist super Wetter und wir haben beim Gassigehen richtig Spaß. Mir geht es gerade einigermaßen gut und wir gehen einen neuen Weg. Ich glaube dem Hund mal wieder nicht und wir machen eine halbe Stunde Umweg, aber das macht nichts.


14.40 Uhr

Ich bin wieder zuhause und es geht weiter im Homeoffice. Ich wollte heute eigentlich noch die Steuer und ein paar Sachen für Basti machen, aber meine Schmerzen melden sich zurück. Ich mache mir eine Wärmflasche und versuche klarzukommen.


Wir gehen Gassi und schauen bei Rewe vorbei. Danach wieder Homeoffice. Nochmal Gassi und bei Rewe vorbei schauen. Homeoffice und Blogbeitrag schreiben.


Ich habe eine Überraschung für Basti geplant und werde da nebenbei dran arbeiten. Ich bin schon gespannt, was er dazu sagt.


22.10 Uhr

Ich klinke mich für heute aus, freue mich auf mein Wochenende und bin zufrieden mit der Arbeitswoche.


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Runa, 2025

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Warum das Tagebuch eines Anderen lesen?

Einfache Antwort: Perspektivenwechsel

Weiterführende Antwort: 
Habe mich so ein bisschen selbst in der Zeit verloren und sehe, dass ich damit nicht allein bin.

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Wenn alles sich ändert, wer bin ich dann und wo stehe ich?

Hier erzähle, was ich erlebe, denke, fühle, arbeite einige Kontroversen auf, die mir öfter begegnen und bin gespannt, wie du dein Leben in einer sich wandelnden Welt gerade empfindest. 

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