Silvester
- FRAUENBARTH

- 31. Dez. 2024
- 2 Min. Lesezeit
8.00 Uhr
Der Wecker klingelt. "Mir geht's gar nicht gut, Bebi.", flüstert Basti und natürlich mache ich mir Sorgen, wie immer, aber inzwischen sind wir ja beide dran gewöhnt. Wir bleiben liegen bis es einigermaßen geht.
14.48 Uhr
Wir stehen auf, gehen duschen und checken dann, was unsere Kriegsmeute in World of Warcraft dieses Jahr unbedingt noch erledigen sollte.
18.00 Uhr
Wir starten unseren Jahresendputz. Einmal alles komplett sortieren, putzen, Staubi (unseren Roboterstaubsauger, den Basti jetzt unbenannt hat, weil Saugi doch zu verfänglich klingt) wird wieder auf Vordermann gebracht und wir überlegen uns, ob wir in unserem Küchenraum noch was umstellen können, um es irgendwie funktionaler zu gestalten, aber sehen keinen anderen Weg.
22.00 Uhr
Wir sind fertig mit der Wohnung, schneiden uns gegenseitig die Haare, springen noch schnell unter die Dusche und sind eigentlich recht zufrieden mit uns und unserem Silvester.
22.50 Uhr
Wir gehen los zum Späti, weil wir vergessen haben, was zum Anstoßen zu besorgen. Bad Homburg ist komplett tot. Beim Italiener unten auf der Straße kommen grad noch zwei Leute raus, alles andere hat zu. "Findest du das nicht auch merkwürdig?"
"Ja..."
Späti hat aber glücklicherweise noch auf.
0.00 Uhr
"Frohes Neues, Bebi." Wir schließen uns in die Arme und vergießen ein paar Tränen, weil wir das Jahr geschafft haben und uns auf das nächste gemeinsame freuen. "Nächstes Jahr wird besser.", versprechen wir uns. Wir drehen die Musik lauter, damit wir nicht allzu sehr von dem Geböller draußen belästigt werden und denken an alle unsere armen Hundefreunde, die diese Nacht bestimmt besonders schrecklich finden. Meiner kleinen Horde im Allgäu geht's gut, die Truppe aus Katzen und Kaninchen hat schon viele Silvester erlebt und stört sich nicht mehr so dran. Das ist immerhin eine große Erleichterung. Dafür tun uns besonders die Mädels und Gucci leid, für die laute Geräusche und Schüsse ja besonders tragisch sind.
Wir sind aber auch froh, dass alle unsere Fellfreunde in ihrem Zuhause verbringen können, weil es sich einfach gehört, in der schlimmsten Nacht des Jahres im eigenen Daheim beschützt zu werden.
Wir schauen uns unsere Lieblingsfolge von Love, Death, Robots an und dann die Zweitliebste.
Es ist ein ruhiger und gelungener Start ins neue Jahr.



















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