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Frauenbarth Blog
anders. erleben. lesen.

Weil einfach, einfach einfach ist

Aktualisiert: 3. Dez. 2024

9.00 Uhr

Der Wecker klingelt, wir stehen auf, gehen duschen, machen uns fürs Training fertig, holen Frühstück bei Rewe und gehen ins Fitnessstudio. Ist ja jetzt erstmal offenbar alles geklärt, warten wir mal ab. Kopf drum machen tun wir uns nicht mehr, warum auch.

Wir begegnen dem netten Pfadfinder, der uns Hoffnung für die kommende Generation gibt, bewundern seine Fortschritte und halten ein wenig Smalltalk. Wir trainieren Brust und Arme, ich kann da recht viel mitmachen, weil ich ja nicht unbedingt sitzen muss. Kraft hab ich zwar keine und alle meine Gelenke tun weh, aber nach dem Training fühle ich mich besser.


Wir gehen nach Hause, schauen Cyberpunk weiter (haben wir schon gesehen, aber fällt die meiste Zeit für mich unter die Kategorie: NEU)


"Hey Bebi, guck mal, was wir für Fortschritte gemacht haben. Wir können uns endlich mal wieder eine Serie anschauen und auch merken."


Er hat andere Gründe, sich drüber zu freuen als ich, aber das Endergebnis bleibt ja dasselbe und darüber freuen wir uns. Es geht voran, wenn auch schleichend und halt von Außen nicht so unbedingt zu sehen. Und oftmals fühlt sich's dadurch halt so an, als würde sich nie was verändern, aber das stimmt eigentlich ja gar nicht. Deswegen ist es gut, sich das zwischendurch bewusst zu machen. "Genieß die kleinen Dinge des Lebens.", pflegt Basti zu sagen und ich finde, damit hat er recht. Wenn wir uns die Freude an Alltäglichem verwehren, was bleibt uns dann? So als Wesen?


Wir haben ausgemacht, dass dieses Jahr sowieso nichts mehr passiert bezüglich Reha oder sonstigem, also ist ein Arbeitsstart aktuell eh nicht planbar. Hätten zwar viele coole Ideen, aber man muss sie halt dann auch umsetzen können.


Deswegen nehmen wir jetzt erstmal Stress raus. Und heilen. Gemeinsam. Nächstes Jahr ist auch noch ein Jahr.


Gegen vier oder so stehen wir auf und zocken ein bisschen. Ich befülle nebenbei die Social Media Seiten von Frauenbarth mit verstörenden Bildern und Fotos, die in manchmal lustiger Form das Erlebte und hier geschriebene wiedergeben.


Weil meine Schmerzen wieder schlimmer werden und der Muskeltonus viel zu hoch ist, muss ich wieder mal Medis nehmen. Die nächsten drei Tage erstmal und dann hoffe ich, dass es schon alles ein bisschen entspannter wird.


"Weißt du, dass wir jetzt an dem Punkt sind, an dem wir eigentlich vor vier Jahren gerade anfangen wollten, uns zu regenerieren, um dann endlich mal Leben zu können?", frage ich irgendwann abends.

"Hat ja gut funktioniert... Aber ja stimmt."

"Deswegen können wir das ja jetzt einfach jetzt machen. Weihnachten liegt vor uns, wir haben keinen Stress, weil wir eh nirgends hinfahren können und können uns jetzt wirklich einfach eine ruhige schöne Zeit machen."


"Weil einfach, einfach einfach ist.", würde mein Vater jetzt sagen.


Wir holen unser Präsent aus der zweiten Tüte unseres Adventskalenders und Basti freut sich über seine Schokolade.


0.58 Uhr

Wir gehen schlafen.







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Runa, 2025

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Warum das Tagebuch eines Anderen lesen?

Einfache Antwort: Perspektivenwechsel

Weiterführende Antwort: 
Habe mich so ein bisschen selbst in der Zeit verloren und sehe, dass ich damit nicht allein bin.

​​

Wenn alles sich ändert, wer bin ich dann und wo stehe ich?

Hier erzähle, was ich erlebe, denke, fühle, arbeite einige Kontroversen auf, die mir öfter begegnen und bin gespannt, wie du dein Leben in einer sich wandelnden Welt gerade empfindest. 

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