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- 3.33 - FrauenBarth
Open Journaling von Jana Barth Willkommen bei FrauenBarth Das Leben geht seine eigenen Wege. Ich beschreibe meinen, damit du dir auf deinem weniger allein vorkommst. Wie das gehen soll? Manchmal tut es einfach gut, zu wissen, dass nicht nur das eigene Leben manchmal Umwege geht. Es ist ein Versuch, anhand Selbstdarstellung Räume für persönliche Reflektionen über die zwischenmenschlichen Grenzen und Barrieren hinaus zu generieren. Montag. 3.33 Uhr. Ein verdächtiges Rascheln im Wohnzimmer. Pfoten, die schwerfällig übers Laminat schleifen. Das Ploppen eines Speicheltropfens ist in der morgendlichen Stille so laut zu hören, als würde sich die Pfütze direkt neben meinem Ohr bilden. Seit etwa zwei Wochen tue ich mir mit dem Einschlafen schwer. Dafür bin ich tagsüber zu nichts zu gebrauchen und maximal 2 Stunden am Stück irgendwie ansprechbar. Nachts liege ich dann wach neben der Liebe meines Lebens und höre Hörbücher oder Podcasts. Manchmal verhänge ich in Gedanken, aber das nicht nicht der Grund für meinen verschobenen Schlafrhythmus. Den vermutete ich zunächst in der fünf Monate zurückliegenden Operation an der Wirbelsäule und den kürzlich wieder stärker werdenden Schmerzen und Muskelkrämpfen. Die Tür der kleinen Kneipe vor unserem Schlafzimmerfenster im Hinterhof fällt mal wieder mit voller Wucht ins Schloss und just in dem Moment sprengt mich das Würgen aus dem Bett. Gut, dass ich noch nicht geschlafen habe, sonst wäre es wesentlich schwieriger gewesen, über die Beine meines Freundes zu hechten, dabei zu versuchen, möglichst rückenschonend bis zur Schlafzimmertür entlang zu rutschen, mich im Türrahmen festzuhalten, zur Stehlampe zu springen und dabei nicht über den kotzenden Labrador zu fallen. "Guten Morgen, Lucalein!" Ich werfe erstmal einen Blick auf den Hund. Der ist soweit fit. Wie man eben aussieht, wenn man morgens um halb vier gerade einmal kurz seinen ganzen Mageninhalt ausgekippt hat und ansonsten eigentlich als Schmuckstück von Labrador in chocolateblue die Herzen aller im Sturm erobert. Ich seufze und streichle ihm über den Kopf. Er hatte die Höflichkeit, aufzustehen und sich eine freie Stelle am Boden auszusuchen, um seine nächtliche Beute wieder loszuwerfen. "Danke.", murmle ich und besehe mir das Schlamassel aus der Nähe. Putzsachen und Schreibtischmülleimer stehen bereit, aber leider genau hinter der kontaminierten Zone aus anverdautem Trockenfutter, das der gnädige Herr sicherlich in dieser Menge nicht von einem von uns bekommen hatte. Ich schicke Luca auf seine Decke, gehe selbst auf die Knie, robbe so weit entfernt wie möglich von dem Kotzeberg entfernt dem Mülleimerchen entgegen und hoffe, dass ich irgendwie noch die Küchenrolle aus dem Seitenfach am Schreibtisch angeln kann, ohne das Gleichgewicht zu verlieren und bäuchlings in warmen Futterbrei zu landen oder schlimmer noch, die Spannung im Rumpf zu verlieren und meine Lendenwirbelsäule drehen. Hätte man bestimmt auch cleverer lösen können, aber im Affekt laufen die wichtigsten Aspekte im Zusammenleben mit Hunden irgendwie automatisch. Erstmal das Fellknäuel checken und nachsehen, ob Erste-Hilfe notwendig ist und eine Vergiftung ausgeschlossen werden kann. In dem Fall anhand der Sachlage einfach sehr klar. Luca ist vor zwei Tagen angereist, ist an seinem ersten Urlaubstag bei uns gleich auf zwei neue Hundedamen getroffen und hat währenddessen und beim Gassigehen einen ganzen Haufen Leckerlies verdient. Sein Abendessen hat er ganz brav gegessen und wie das für den Labrador typisch ist, hätte er auch gern noch sehr viel mehr gefressen. Ich werfe einen Blick zur Küchentür, die Küchenrolle im Mund, während meine rechte Hand die erste Fuhre Vielfraßbeweis in der Mülltüte sichert und die linken Fingerspitzen irgendwie für die Balance verantwortlich bleiben müssen. Die Tür ist zu. Im Wohn- und Schlafzimmer sind kein Futter. Den Hund durchzuckt ein kleiner Schauer und der letzte Schwall mit Futter verteilt sich auf seiner Decke, gefolgt von einer Menge Speichel. "Alles raus?" Er wirft mir einen mürrischen Blick zu, gibt einen dazu passenden Laut von sich und legt sich auf die andere Seite des Raums in sein Bettchen. "Ich bring dir frisches Wasser. Trink bitte was. Und morgen reden wir darüber, was passiert ist, ja? Dir geht's gut?" Nebenbei habe ich meinen Boden wieder befreit und auf eventuelle Fremdkörper, Feststücke oder Auffälligkeiten Acht gegeben, aber weder an Geruch, Konsistenz noch Farbe etwas Auffälliges bemerkt und betroffene Stelle schonmal vorgeputzt. Man entwickelt mit den Jahren seine Techniken. Jetzt brauche ich nur noch die passende, um wieder aus dieser Haltung aufstehen zu können. Am besten, ohne den Mülleimer umzuwerfen. Ohne großes Nachdenken klappt es erfahrungsgemäß meist und mein Drang, Luca nochmal ganz genau in Augenschein zu nehmen, machen es mir dann überraschend einfach. Er ist schon am Einschlafen, sein Bauch sieht normal aus und fühlt sich auch völlig unauffällig an. Ich bin sicher, dass er sich irgendwie Futter besorgt hat. Ich kann mir nur nicht erklären, wann und wo. Den Indizien nach muss das so gegen Mitternacht gewesen sein, da haben mein Freund und ich noch "Dinge erklärt - kurz gesagt" auf YouTube angehört. Das mögliche Zeitfenster erstreckt sich so bis kurz nach zwei, ab da hatten wir unsere Technik aus und hätten ihn hören müssen. Später darüber nachzudenken und Vorkehrungen zu treffen ist sinnvoller, entscheide ich, werfe sicherheitshalber dennoch einmal einen Blick durch den Raum, dann in alle Ecken und besonders in die Hundespielzeugkiste, checke die PAT-Werte des davon nicht sonderlich begeisterten Gastes. Für das, dass es seine zweite Nacht hier ist und er grad wirklich einfach nichts weiter zu wollen scheint, als schlafen, ist sein genervtes Schnauben allerdings absolut akzeptabel und verständlich. "Schlaf gut, Luca. Meld dich, wenn du was brauchst." Kurz das Köpfchen kraulen, den Boden nochmal wischen, den Müllbeutel fest, ganz fest zusammenknoten, die Decke einsammeln. Ich tappe ins Bad, wasche meine Hände. Wasche meine Hände sicherheitshalber nochmal. Und nochmal. Merke immer stärker, dass ich das in letzter Zeit mal wieder zu oft getan habe. Die Haut wird mit jedem Tropfen trockener. Paradoxon. Da werden uns bestimmt noch mehr auf diesem Blog begegnen. Auch aus Evidenz gesprochen. Nachdem du bis hierhin gelesen hast, gehe ich davon aus, du hast die Geschichte besser verdaut, als mein Gasthund. Warum du sie lesen musstest, um bis zur Entstehung von FrauenBarth zu gelangen, ist der Grund, dass sie die Bedingung dafür ist oder eine der Summanden - je nachdem, wie man es gerne betrachten möchte. Ich wasche meine Hände nochmal, überlege, ob ich den Müll noch schnell runterbringen will und entscheide mich dagegen, wenn im Keller da drüben schon wieder so reger Betrieb herrscht. Genug Aufregung für den Morgen einer bisher schlaflosen Nacht. Dafür besteht jetzt Hoffnung auf ein paar Stunden Schlaf. Ich klettere zurück über meinen Liebling, darauf bedacht, nicht auf ihn zu fallen, weil wir uns damit beide immer schrecklich wehtun und er ausnahmsweise gerade mal schläft. Ich meistere den Weg auf meine Bettseite und kuschle mich zurück an ihn. Meine Augen gehen zu, Ruhe kehrt ein und ein innerer Schwarz-Weiß-Film startet. Nicht das beste Omen für das Land der Träume... 3... 2... 1... "Frauenbarth...", "Frauenbarth!", "Frauenbarth!" Das Intro ist genauso öde wie die grundschultypische Verstümmelung von Nachnamen zu Zwecken des gegenseitigen Neckens. Ich bin nicht sicher, ob das heute noch betrieben wird, aber ehrlich gesagt habe ich mich mit Kindern gar nie so gut ausgekannt. Also mit den ganz kleinen so bis neun oder zehn. Ab da komm ich dann eigentlich ganz gut zurecht. Wie immer bei langweiligen Sequenzen in meinem Leben oder dem unwillkürlichen Rückblick einer neu frei gegebenen, aber leider sehr nutzlosen Erinnerung, driftet meine Aufmerksamkeit ein wenig ab. Stell's dir vor, als würdest du einen langweiligen Film zuliebe von irgendjemandem anschauen, den du magst oder weil du die Baseline kennen musst. Frauenbarth Chorus - PsyCore Gedanken. Schwall. Frauen... Barth. Lifestyle. 2024. Ganz anders, als ich mir das alles vorgestellt hatte. Nicht nur, dass ich seit Februar völlig unbrauchbar war, weil ich durch einen schweren Rückenschaden für mehr als drei Monate ans Bett gefesselt war. Meine Pläne haben sich zerschlagen. Um diese Jahreszeit wollte ich eigentlich gerne als Gastroleitung ein paar kleinere und größere Veranstaltungen in Frankfurt leiten, meiner Tätigkeit als Ernährungsberaterin und Tierpflegerin nachgehen und nebenher ein bisschen lesen, malen und einfach mal das nachholen, für was ich die letzten zehn Jahre kaum Zeit gefunden habe. "Frauenbarth!", dröhnt die Stimme der Schuljungs durch meinen Kopf. "War damals nicht lustig, ist es heute nicht. Nerv mich nicht." "Nutz deine Ressourcen. Deine stärkste sehe ich im Schreiben." Ein anderer Film ist angesprungen. Eine jüngere, nie versteckte Erinnerung. "So wie ich versuche, meine zu nutzen." Sie übergibt mir zum Abschied ein Bild, das sie gemalt hat. "Du bist mein Glücksgefühl. Sag das jeden Tag zu dir selbst. " Sie bedeutet mir nichts und doch war sie in der Lage, mir einen meiner schönsten und wichtigsten Momente in dunklen Zeiten zu schenken. Sie verlieh mir eine Stimme, als ich selbst noch nicht sprechen konnte. Sie trug vor, was aus meiner Feder stammte und dafür werde ich ihr auf ewig dankbar sein. Fin. Die Geschichte ist erzählt, der Film zu Ende. Warum also nicht einfach mal schreiben? Ins Blaue hinein. Da komm ich schließlich her. Vor 30 Jahren eroberte ich das Herz einer oberallgäuer Familie und vertilgte als forsches Kind eine Menge nerven. Wie schon erwähnt, waren junge Kinder immer schon ein Mysterium und ich hatte klare Vorstellungen, wen ich dulden wollte und wen nicht. Diese Vorstellungen machten mich letztendlich zur Klassensprecherin und ich fand mein Leben ganz in Ordnung. Irgendwann erreicht man ja auch eine Altersstufe, in der man sich einigermaßen sinnvoll mit Gleichaltrigen austauschen kann, wenn man sich ein bisschen auf sie einlässt, aber den Witz an Frauenbarth habe ich nie so ganz verstanden. Weil ich nicht unbedingt die Anlagen für einen Bart habe. Als blondes Mädchen mit sehr heller Haut und Sonnensprossen war auch nicht zu erwarten, dass ich im späteren Lebensalter jemals einen Bart bekommen würde. Die Vorstellung hätte ich jetzt auch nicht so tragisch gefunden und anstatt mich aufzuregen zu versuchen, Sachverhalte zu erläutern, mag mitunter auch etwas suspekt wirken. Hundeerbrochenes und unkreative Kinder. Nicht sicher, ob dieser Blog es wert ist, weiter gelesen zu werden. Hast du's bis hier hin geschafft, bist du wahrscheinlich richtig. Willkommen bei FrauenBarth.de . Einer frühmorgendlichen Idee für einen klassischen Lifeblog im Tagebuchstil mit ein paar gedanklichen Kapriolen und Ausschweifungen. Hier wird es keine feste Themenwahl geben, ich erzähle einfach aus meinem Leben als 30 Jährige in Bad Homburg, die sich mal wieder neu definieren muss, weil das Leben ihren Befehlstisch im Sturm des Wandels ergriffen hat. Mein Freund Basti sagt mir seit eineinhalb Jahren: "Warte nur ab. Die 3 ändert was." Ich verdrehe dann gewohntermaßen die Augen und winke ab, worauf er lacht und antwortet: "Jaja, das hab ich auch immer gedacht. Und dann wurde ich 30. Das ändert was." Jetzt bin ich seit 3 Monaten 30 und ändere was. Weil ich muss und weil ich will. Heute werde ich damit beginnen, meine Tage in online zu sammeln. Ich werde diese Sammlung FrauenBarth taufen. Zu Ehren aller, die es ebenfalls geschafft haben, in diesen verrückten Zeiten die 30er Marke überschritten zu haben und die sich an den manchmal ärgerlichen, aber meist lustigen (im Nachhinein) Geschichten einer Leidensgenossin etwas mitnehmen oder einfach nur damit unterhalten wollen. Ich verliere jetzt keine weiteren Worte mit Infos über meine Person, sondern nehme dich direkt mit in meinen Alltag. Mach dir lieber dein eigenes Bild. FrauenBarth. Anders. Erleben. Lesen. Alltagserzählungen ungeschönt. Open Journaling von Jana Barth 8.00 Uhr Der Wecker klingelt. Ich meckere. Basti meckert. Luca meckert. Ich wiederhole meine Kapriole von 3.33 Uhr, um einen fröhlichen, aber Gassi-bereiten Luca an der geschlossenen Küchentür vorzufinden. Ich reibe meine Augen. "Ja? Ok. Moment.", murmle ich und kehre zurück ins Schlafzimmer. "Hund raus." "Soll ich gehen? Dir ging es doch eh nicht so gut die letzte Zeit." Ich lache. "Weil's dir besser geht!" Partnerschaft ist wundervoll und im Krankheitsfall hat man jemanden, der ein bisschen Ausgleich schaffen kann. Das hat fünf Jahre wunderbar funktioniert. Diesen Sommer hatte es uns zum schlechtmöglichsten Zeitpunkt allerdings beide körperlich ordentlich lahmgelegt. Bzw. befinde ich mich halt immer noch in Reha-Phase mit auf und abwärtsschritten, während Basti ebenfalls mit seinem Rücken kämpft. "Ne, alles gut. Ich geh. Pipi. Später gemeinsam. Ja?" "Ja." Gesagt getan und dank unseres neuen Widersachers, einem Paketboten stand uns heute morgen erstmal eine Reise nach Frankfurt bevor. Um ein Paket abzuholen, das vor 6. Tagen hätte geliefert werden sollen. Bevor ich gleich zu Beginn die Ärgernisse mit Paketzustellern einwerfe, möchte ich erwähnen, dass es ja auch sehr tolle Mitarbeiter gibt, die ihren Beruf und ihre Verantwortung ernst nehmen. Danke dafür. Schlecht ist es allerdings, wenn man sich weniger verantwortlich für die Erledigung seiner Aufgaben fühlt, für die man bezahlt wird und dafür lieber blöd daher schwätzt. Das hält nämlich unglaublich viele Menschen auf, wirft ein schlechtes Bild aufs Unternehmen und auf einen selber und ist so super unnötig. So viel dazu. Wenn dir die Leute trotzdem einigermaßen kompromissfreundlich gegenübertreten, wäre es an der Zeit das Angebot anzunehmen. Nur für die Zukunft, falls du mal in die Bredouille kommen solltest, eine Nachricht oder ein Paket überbringen zu müssen, egal ob beruflich oder privat, nimm diese Aufgabe nicht zu sehr auf die leichte Schulter. "Gehen wir gleich los?" Er schaut mich mit verschlafenen Augen an als Luca und ich von unserer ersten Runde zurückkommen. "Paketzentrum hat noch nicht angerufen." Heute ist Montag. Am Freitag waren wir bereits im Paketzentrum, um unser Päckchen, das am Mittwoch (vor dem Feiertag) hätte zugestellt werden sollen, was aus mal wieder unerfindlichen Gründen nicht geschehen ist, was leider damit endete, dass wir ca. eine Stunde umsonst warteten und einen ganzen Nachmittag unterwegs waren, um mit der Nachricht, wir sollten es am Montag mal erneut versuchen, ohne Päckchen für das Expressversand bezahlt war, nach Hause zu fahren. Mit den Öffis, denn wir haben seit 2022 kein Auto mehr und wollen zumindest in näherer Zukunft keins. Das hat mehrere Gründe, die bestimmt im Laufe der Zeit immer mal wieder bei FrauenBarth beleuchtet werden. "Lang her, dass wir so früh beide einigermaßen gute Laune hatten und fast fit sind, oder?", stellen wir fest und verbuchen das als positiven Start in die Woche. Ich gehe nicht davon aus, dass die aus dem Paketzentrum anrufen, die haben dort genug zu tun. Also beschließen wir, direkt zu fahren, damit wir vielleicht noch ein bisschen was vom Tag haben. Davor natürlich noch eine große Guten Morgen Runde mit Luca und die Erörterung des nächtlichen Übelkeitsanfalls. Wir entscheiden uns für die plausibelste Variante: ein sehr intelligenter, großer Hund wie Luca ist problemlos in der Lage, die Küchentür zu öffnen und wenn er zurückgekehrt ist, wieder zu schließen. Der Blick in die Futtertonne in der Küche bestätigte den Verdacht. Absperren. Wichtig. So ärgerlich, wenn man die Dinge vergisst, die man von Kleinauf gelernt hat. Glücklicherweise hat der Bub seine kleine Eskapade ohne weitere Komplikationen überstanden und ist nach dem Gassi sichtlich bereit für ein Schläfchen, erstmal ohne Frühstück. Wir biegen in unsere Straße ein und sehen das Auto des Lieferfahrers. Ich nehme mir vor, diplomatisch zu sein und ihn zu überzeugen, dass es schon Sinn macht, einfach seine Arbeit zu machen und uns unsere Pakete zu bringen. Aktuell sind wir ja sowieso zuhause und können sogar bis zur Straße vorlaufen. Der gute Herr war irgendwie anderer Meinung und eine Einigung war nicht möglich. Der nächste Weg ging leider an Dispo und Beschwerdestelle was zusätzlich unnötige Zeit kostet. Worauf ich hinauswill: sei dir bewusst, wenn du sagt, du tust etwas, und tust es dann nicht, bist du wie ein Kieselstein in einem ruhigen See. Du bist vielleicht klein und kommst dir mit deinem Tun unwichtig oder was auch immer vor, aber dein Fall und dein Absinken zum Grund lösen Wellen aus wie ein Kieselstein in einem ruhigen See Kreise zieht. Anders formuliert: auch wenn du nicht dran glaubst, dein Verhalten hat Auswirkungen auf dein Umfeld, ob du sie sehen kannst oder nicht. Je eher du dir dessen bewusst wirst, desto eher kannst du vielleicht Freude an deiner Tätigkeit finden oder eine neue Stelle antreten, die dir mehr entspricht. Arbeit gibt es genug. Motivierte Leute, die in den verschiedensten Bereichen arbeiten können und vor allem wollen sind es, die der Welt fehlen. Kurze Zusammenfassung eines unserer Spaziergespräche. Wir machen uns unterdes auf gut Glück auf den Weg nach Frankfurt. Letztes Mal hatten wir zwar die Mail, dass unser Paket abholbereit ist, leider war es ja dann verschwunden. Sehr merkwürdig. Die Stimmung ist so zwischen genervt, wütend und überraschend fit gegenüber der letzten Wochen. Ich fühle mich noch nicht, als könnte ich Bäume ausreißen können, aber zumindest so als würde ich es bis Frankfurt und zurückschaffen ohne danach acht Stunden schlafen zu müssen. Dinge, über die man dankbar ist, wenn man kürzlich über Monate mit unstillbaren Schmerzen und schlechter Verträglichkeit für Schmerzmittel im Bett gefristet hat und dann dummerweise gerade in der Reha-Phase immer wieder mal durch unglückliche Umstände wie Fehlgriffe mit Physiotherapeuten, einer Grippe, ... geprägt war und die letzte Zeit diese blöde Einschlafstörung dazu gekommen ist und sich dann wieder den ganzen Tag nutzlos gefühlt hat. Um kurz nach zwölf sind wir am Paketzentrum und ich befürchte schon, es könnte jetzt Mittagspause haben. Überall im Internet waren unterschiedliche Öffnungszeiten zu finden. Hah, ich kann einen Mann erspähen! Also ist zumindest jemand da. Wunderbar! Das Blut rauscht in meinen Adern, mein Herz schlägt bis zum Hals und ich hoffe wirklich, dass ich kein drittes mal hier raus kommen muss. Einfach, weil ich inzwischen wirklich wütend bin. Kommen wir zum positiven Teil der Päckchengeschichte. Der Herr am Schalter war wie aus einer meiner geliebten Comedy-Serien auf Kabel 1 damals. Genauso sympathisch, deeskalierend und als er uns unser Päckchen gab, waren wir so happy, das wir für einen Moment all unseren Zorn, den wir seit Mittwoch aufgestaut hat, verflogen war. Danke für diesen Start in die Woche! Manchmal muss man vielleicht erstmal Umwege gehen, wenn man den Glauben verloren hat, um neuen zu finden oder alten neu zu entfachen. Gut gelaunt geht es zurück nach Hause, mit Päckchen, einigen Mailwechseln mit eventuellen Partnern für die Zukunft, sobald wir wieder arbeitsfähig sind. In der U-Bahn bekomme ich einen Anruf und erwarte die Dispo wegen der Beschwerde, aber es ist der Mitarbeiter eines Möbelhauses, der leider meinen Termin um 14.00 verschieben muss, weil der Sachberater spontan erkrankt ist. Habe ich Verständnis dafür und kam mir gelegen, da die Bahn mal wieder unpünktlich war und ich es nicht ganz rechtzeitig nach Hause geschafft hätte. So kann ich einen entspannteren Termin auf den morgigen Vormittag bei einem gesunden Sachbearbeiter legen und meine langersehnte neue Küche kommt hoffentlich noch Ende des Monats an. Zufrieden lege ich auf und berichte meinem Liebsten von den guten Neuigkeiten, der inzwischen auch entspannter wirkt und heute ein bisschen weniger das Gesicht vor Schmerz verzieht als die letzten Tage. Ein Lichtblick. Die weitere Fahrt lehne ich mich an die starke Schulter meines Partners und ignoriere diesem Moment zuliebe das Ziehen in meinem Rücken. Dumm, aber so ist die Liebe manchmal. Zuhause steht ein weiterer Parkspaziergang an und Luca zeigt sich von seiner besten Seite. Er ist ein unglaublich toller, lebensfroher Zeitgenosse mit ausgezeichnetem Charakter, dem HappyDog der den Anstoß zu Frauenbarth geben sollte. Einer Geschichte, die schon so alt ist, das sie bereits einen Bart haben könnte, ab und zu eine Zeitreise fürs Verständnis des heutigen Erlebens meiner Welt benötigt und sich an dich, welchen Geschlechts und Alters auch immer richtet. Hauptsache du hast Spaß am Lesen! Denn ich treibe hier nur ein wenig Schabernack ;) Warum dir FrauenBarth gefallen könnte: Die meisten Schnittpunkt wirst du allerdings finden, wenn du biologisch weiblichen Geschlechts bist du dich dem weiblichen Geschlecht zuordnest dir dein Geschlecht vollkommen egal ist oder du einfach nur mal versuchst, die Sicht einer Frau zu verstehen an dieser Stelle sei erwähnt, dass ich zwar vielen Klischees entspreche, im Generellen aber eher untypisch bin (laut den meisten Leuten in meinem Umfeld) du so zwischen 30 und 40 bist du einfach gerne Alltagsgeschichten liest und dadurch andere Perspektiven gewinnst du auf Realtalk stehst du auch manchmal ein bisschen nerdy bist du für eine funktionierende zusammenarbeitende Gemeinschaft bist frauenbarth X jcl Hinterlass mir gerne einen Kommentar, falls dir was fehlt, du ähnliches erlebst in letzter Zeit oder du einen Tipp für mich hast, wie ich solche Situationen wie mit meiner Post in Zukunft besser händeln kann, lass es bitte ebenfalls mich wissen. Die neue Strategie ist die Bestellung direkt zum Shop und möglichst eine verbindende Aktivität wie ein Besuch in der Therme, ect. um die Konstitution schnellstmöglich wieder zu verbessern. Ambulante Rückenreha steht auch im Raum, aber das ist noch von verschiedenen Faktoren abhängig. 15.15 Uhr Zurück von der zweiten weitläufigen Gassirunde und mal nochmal die Mails zu prüfen, die nötigen Anträge durchzugehen, die so anfallen, wenn man spontan für längere Zeit schwerer erkrankt oder verletzt ist und die Energie zu genießen, die mir der neue Tag geschenkt hat. Nachdem das erledigt ist, stellt sich ein ziemlich zufriedenes Gefühl ein und es ist Zeit für ein bisschen Gaming. Luca döst zufrieden in seinem Bettchen und wir klinken uns für einen Moment aus der Realität aus und landen in The World of Warcraft, einem unserer gemeinsamen Abenteuer, das wir seit kurzem wieder intensiver Erleben. Insbesondere seit die Schmerzen wieder zugenommen haben. Luca, der Taktgeber 18.08 Uhr Luca hat seinen Tagesplan und um sechs ist nun mal Gassizeit. Also machen wir uns auf den Weg in den Park und erfreuen uns am Herbstabend und einem gut gelaunten, quickfidelen Labrador, der uns uns eine weitere Woche begleiten wird, bis er wieder in sein liebevolles Zuhause zurückkehrt. "Hast du noch ein bisschen Energie übrig?", ruft Basti mir war zwanzig Meter vorweg mit dem Hund spielend zu. Ich nicke keuchend. "Cool, gehen wir noch in den Wald!" "Klar!" Ich fühl mich immer noch ziemlich fit, auch wenn meine Ausdauer stark unter den Umständen gelitten hat und ich mich körperlich wieder in die Zeiten zurückversetzt fühle, als Sport mir ein Graus war. Nervig, wenn sowas passiert. Aber auf der anderen Seite bin ich schon den ganzen Tag auf den Beinen, hab mich trotz allen Ärgernissen nicht sonderlich abf*cken lassen und genieße jetzt einen schönen Abend in der tollsten Stadt Deutschlands mit der Liebe meines Lebens. Was sollte ich mehr wollen oder schöneres zu berichten haben? 20.00 Uhr Der Hund hat eine normale Portion zu Abend gegessen und keinerlei Anzeichen von Übelkeit, Durchfall oder Schmerzen. Ich beschließe, meinen morgendlichen Einfall in die Tat umzusetzen und entwerfe meinen Alltagsblog. Ich möchte ein schlichtes Design, das den Fokus auf den Text legt. Altmodisch in den neuen Medien. Ein bisschen klassisch in einer verrückten Zeit, in der es keine Regeln mehr zu geben scheint und alles irgendwie normal, aber gleichzeitig abnormal ist. Hier erzähle ich, wie ich mich als ich selbst fühle. Ganz egal, was die eine oder andere Seite davon hält, denn je nachdem, wen ich frage, werde ich immer irgendwo Streit- oder Berührungspunkte finden. Wenn du Lust hast die heutige Welt ein bisschen in meinem Kopf zu erleben, freue ich mich über dein Abo! 22.20 Uhr Abschließend zur Frage, warum Frauenbarth? Ich werde mein Leben lang schon gefragt: "Warum tust du dies, warum tust du das? Warum machst du das alles?" Heute Morgen, als ich über die Kinder in der Grundschule, die lausbübischen Hunde und mein Leben nachdachte, habe ich entschieden ab jetzt auf die Frage zu antworten: "Warum machst du (es) nicht(s)?" Weißt du, wer du bist? Und weil Kritik - und die werde ich anbringen - auch einen Ausgleich und ein bisschen Selbstironie braucht, befindest du dich hier auf frauenbarth.de und nicht auf fraubarth/org or whatever Trotz aller Grausamkeit und Hässlichkeit der Welt und egal wie wütend wir sind, sollten wir den Sinn für den Witz, sei er noch so winzig, bewahren. Warum das sonst noch ganz passend ist, wirst du mit der Zeit herausfinden. Bis zum nächsten Mal! Den Blog finanziere ich aus eigener Tasche und möchte darüber auch keine Einnahmen generieren. Es ist einfach eine schöne kreative Sache nebenbei für mich und eine Möglichkeit einen Blick in 'nen anderen Kopf zu werfen für dich. 25.06.2025 Inzwischen ist einiges passiert und nicht nur FrauenBarth ist gewachsen, sondern auch ich und meine anderen Geschäftszweige. Du findest in diesem Blog private Einblicke ins innere Erleben in verschiedenen Lebensphasen. Durch Krankheit und Zuversicht, Trauma und Flashbacks. Seit Mai 2025 auch KI gestützt - aber immer gekennzeichnet. Maschine und Mensch können Schaffen, aber nur, wenn die Grenzen gewahrt werden.
- Datingapps und CoupleContent | Mitdenken & Kommentieren
Neuer Beitrag jeden Sonntag | 15.00 Uhr Willkommen bei Frauenbarth. Deinem Blog für Alltagsgeschichten der ungeschönten Art. Mal bitter, mal sauer, mal lustig, mal liebevoll - aber immer mit Gefühl und Querverbindungen. Ich schreibe hier über meinen Alltag, um dich zu unterhalten, mich selbst zu strukturieren und gesellschaftliche Fragen auf den Tisch zu bringen in dem ich Alltagssituationen aufgreife, anstatt auf Social Media Welle zu schieben. In den MK - Beiträgen möchte ich dich nochmal ganz gezielt einladen, zu manchen Fragen, die sich mir im Laufe der letzten Monate so gestellt haben, aus deiner Perspektive zu beantworten. Hier geht's nicht um richtig oder falsch, Anerkennung, Lob oder Ablehnung, sondern einfach um deine ehrlich empfundene Ansicht. Ich freue mich auf deinen Beitrag! Mitdenken & Kommentieren 12-Monats-Rückblick aus dem Blogbeitrag: " Datingapps und CoupleContent" "Hey Bebi, ich hab eine Idee.", hab ich gestern gesagt. Er greift sie heute auf. "Du hattest doch die Idee mit den REELS übers Onlinedating. Da brauchen wir dann sowieso Ideen für Datingapps. Aber lass uns doch erstmal nochmal Not'rNot spielen." Ich bin ja eigentlich gar kein Onlinedatingfreund, weil ich's furchtbar unromantisch finde, aber geht uns ja nicht um langanhaltende Romanzen oder die perfekte Beziehungsperson - die haben wir ja schon. Erschwerend dazu kommt aber, dass ich einfach viel zu doof dafür bin. Weil mir halt auf ein "Hi, wie geht's" meist auch nicht so viel einfällt und ich mich privat nicht so dafür interessiere, was die Alte sich gerade kocht mit der ich versuche in Kontakt zu kommen. "Smalltalk gehört dazu.", sagt Basti und ich sage ihm, dass ich das hasse und er das machen soll. Momentan hasst er es aber noch mehr als ich. Nach zehn Minuten geben wir auf und stellen fest, dass es wohl wirklich an uns liegt. "Ja Alter, wir haben gerade eine wegen ihres Namens ausgeschlossen." "Ja, aber ehrlich, das war auch schlimm. Und ja, vielleicht liegt's ja an uns und wir sind einfach arrogant, aber auf der anderen Seite: wie tief soll ich die Latte denn noch hängen? Man hat ja gesehen, was passiert, wenn man dann zu viele Abstriche macht." "Hm ja." "Vielleicht ist es aber auch schwierig für die Leute zu verstehen. Wird zwar viel über Regenbögen diskutiert, aber so wirklich eine konkrete Vorstellung von alternativen Beziehungsmodellen scheinen die wenigsten zu haben. Als Beispiel die Sache 2018 als ich versucht habe, zu erklären, dass ich halt nunmal Poly bin und sich das auch nicht ändern lässt, das geht natürlich auch mit der Grundsexualität einher, die das natürlich erweitert und das heißt ja auch nicht, dass ich deswegen nicht die Entscheidung für eine monogame Partnerschaft treffen könnte. Das habe ich getan als ich dich kennengelernt hab. Konnte ja keiner wissen, was aus dem prüden Jungen wird." Ich kuschle mich an ihn. "Nicht prüde, nur kaputt gemacht in der Hinsicht." "Ja mei, das sind wir beide, also kriegen wir das zusammen wieder hin." "Und das mit den REELs find ich 'ne gute Idee." "Ja, ich dachte mir, so kann man vielleicht ein bisschen netten Aufklärungscontent machen, ohne dauernd rumzuheulen à la: Aber da hat mal mal dies und jenes zu mir gesagt und blabla, sondern einfach irgendwie auf witzig sarkastisch. Keine Ahnung. Uns fällt schon was ein." Kennst du das, wenn du Ende des Jahres tausend Ideen fürs nächste hast? Zeit zum Nachfühlen, Mitdenken und Kommentieren. Irgendwie hat die Umsetzung dieser Projekte für uns dieses Jahr nicht so funktioniert, aber vielleicht ja in 2026. Nur mit dem Onlinedating werde ich mich wohl nie anfreunden können. Was gefällt dir besonders an CoupleContent auf Social Media? Frage für einen Freund ;) Teile deine Gedanken frei und offen, reflektiere bevor du auf Enter drückst und bleib konstruktiv und respektvoll, damit alle etwas von deinem Kommentar mitnehmen können.
- Kaufhauscop | Mitdenken & Kommentieren
Neuer Beitrag jeden Sonntag | 15.00 Uhr Willkommen bei Frauenbarth. Deinem Blog für Alltagsgeschichten der ungeschönten Art. Mal bitter, mal sauer, mal lustig, mal liebevoll - aber immer mit Gefühl und Querverbindungen. Ich schreibe hier über meinen Alltag, um dich zu unterhalten, mich selbst zu strukturieren und gesellschaftliche Fragen auf den Tisch zu bringen in dem ich Alltagssituationen aufgreife, anstatt auf Social Media Welle zu schieben. In den MK - Beiträgen möchte ich dich nochmal ganz gezielt einladen, zu manchen Fragen, die sich mir im Laufe der letzten Monate so gestellt haben, aus deiner Perspektive zu beantworten. Hier geht's nicht um richtig oder falsch, Anerkennung, Lob oder Ablehnung, sondern einfach um deine ehrlich empfundene Ansicht. Ich freue mich auf deinen Beitrag! Mitdenken & Kommentieren Die Kaufhauscopstory aus den Blogbeiträgen: " Besserung" & " 7 Tage - Die Kaufhauscopstory" Besserung, 08. November 2024 [...] Auf dem Rückweg will Basti schnell bei Edeka Milch und Getränke mitnehmen, doch der Kaufhauscop ist schon wieder aktiv. Luca und ich kämpfen gerade um einen Ball, als mein Freund erbost aus dem Laden stürmt und ihnen hinterherschreit, dass er auch kein Interesse mehr dran hat, in dem Drecksladen einzukaufen. "Was ist passiert?" "Ach dieser Vollidiot ist mir schon wieder nachgelaufen und dann geh ich zu der dämlichen Verkäuferin, um ihr zu sagen, dass ich mich von dem echt belästigt fühle langsam und dann sagt sie mir, ich müsse ja dort nicht einkaufen. Dann sage ich, was mit denen nicht stimmt und die geben mir Hausverbot." Ui. Krasse Nummer. Wir kaufen zwar vorwiegend im Rewe ein, aber wir sind eigentlich trotzdem spätestens alle zwei Tage bei Edeka Georg zum Einkaufen gewesen. Wir wohnen ja nebenan. Wir leben schon damit, dass ein Kassiervorgang eines Einkaufs mit drei Artikeln fünf Minuten dauert, was für mich als Einzelhändlerin absolut nicht nachvollziehbar ist, damit dass das Personal die Kunden mit Blumenwasser übergießt oder über den Haufen rennt, aber sich verfolgen zu lassen wie einen Dieb geht dann doch zu weit. Kein Wunder, dass die Menschen immer unzufriedener werden. Wenn man solche Läden weiterleben lässt mit solchen Mitarbeitern kann es ja auch nicht zu einer besseren Welt kommen. Schande über dieses Verhalten und alle, die auf Führungsebene wegschauen, was dort falsch läuft. (Ist übrigens nicht so, als könnte man den Kunden nicht tatsächlich sehr gut beim Stehlen zusehen. Leider sind die Positionen da drin völlig falsch besetzt und so dürfen diejenigen, die ihre Waren bezahlen, dabei zuschauen, wie die anderen es nicht tun, während sie sich verfolgen lassen müssen.) "Ich kann das nicht mehr so auf mir Sitzen lassen, Bebi." "Das versteh ich. Und jetzt?" "Ich muss Beschwerde einreichen." Das dritte Mal innerhalb der letzten drei Monate, dass wir uns direkt an die Beschwerdestelle eines Unternehmens wenden mussten. Ist eigentlich nicht unser Stil, aber es geht nicht mehr anders. Ich suche die passende Nummer raus und Basti schildert den Vorfall. Das Hausverbot ist natürlich sofort aufgehoben, aber wir haben klargemacht, dass Edeka als Unternehmen für uns ab jetzt hinfällig ist. Mir ist klar, dass es sich hierbei um einen einzelnen Kaufmann handelt, trotzdem verteilt Edeka die Konzessionen. Und dann fällt das jetzt halt unter die Sparte, wo wir nicht mehr mitmachen wollen. Wie beim Fleisch essen. Muss halt einfach nicht sein. 7 Tage, 15. November [...] "Weißt was, wir sollen ja doch dort weiterhin einkaufen. Lass uns doch schnell Milch holen, ich hab keine mehr." "Und dann müssen wir mit den Hunden und dem Zeug und der Milch zurück." "Wir haben doch noch Zeit. Bringen wir halt die Milch vorher heim." "Ja, stimmt und dann bringen wir die Hundesachen her und du holst Gucci, damit wir unser Abendgassi machen können." "Ja schau." "Und Kaufhauscop?" "Wir sollen ihn auf Frau F. ansprechen und sehen wie er darauf reagiert." "Okay. Let's try. Außerdem habe ich jetzt die Handynummer von Herrn E. eingespeichert. Nur zur Sicherheit." Wir gehen los und suchen die Palette mit der Milch. Ist aber keine da, also fragen wir die Mitarbeiter, die an uns vorbeihuschen und den Abendablauf durchgehen. Geht langsam ans Zumachen und der Laden ist auch schon recht tot. "Oh ne, sorry, die ist gerade ausverkauft." "Ach, gar kein Problem, dann kommen wir ein anderes Mal deswegen wieder." "Ja klar." Als wir reingegangen sind, war Kaufhauscop mit dem Rücken zum Eingang, er hat uns also nicht kommen sehen. Wir sind jetzt auch nicht gezielt unauffällig, sondern halt einfach wie immer. Dunkel gekleidet, mit Kopfhörern und der Anspannung der letzten Tage unterwegs. "Gut, jetzt muss ich trotzdem was Kleines kaufen. Ist ja sonst voll unhöflich, vor allem nach der Beschwerde letzte Woche.", stellt Basti fest und nimmt sich was zu Trinken aus dem Regal. "Pass auf, jetzt hat er die Witterung aufgenommen!", fügt er an und deutet mit dem Kopf in Richtung des Ganges. Man hat offenbar schon mit ihm gesprochen, soweit wir informiert sind, also sollten wir jetzt auch in ruhe dieses Getränk kaufen können. Wir laufen an die einzige besetzte Kasse. Vor uns ist eine Kundin. Der Kaufhauscop reiht sich hinter uns ein und nimmt sich eine Packung Kaugummi. Er rückt mir schon ein bisschen dicht von hinten auf die Pelle und ich drehe mich ruckartig um, um mir meinen Raum zu verschaffen. Ich lasse mir doch nicht von einem alten Mann in den Nacken atmen, nur weil er der Meinung ist, er müsste... keine Ahnung was er überhaupt vor hat oder warum wir auf seinem Radar erschienen sind. Er ist wohl einfach der Meinung, dass mein Freund die überwachungswürdigste Person im Laden ist. Gibt keinen Grund, den wir sehen können. Oder Edeka und wir haben beschlossen, dass Edeka an sich auch wirklich gar nichts dafür kann. "Kommen Sie mit an die andere Kasse.", sagt er und grinst dumm. "Warum? Die ist nicht besetzt?" "Kommen Sie mit!" Wir kommen mit und die Dame vor uns an der Kasse schaut uns schon ganz komisch an. "Warum sollen wir jetzt an einer geschlossenen Kasse stehen?" "Weil..." "Okay, ich möchte sofort mit Frau F. sprechen." Basti ist zurecht richtig sauer. "Was ist denn los?", ruft der Kassierer von der besetzten Kasse und ruft folgend sofort die Marktleitung aus. Also die Stellvertretung, weil Frau F. nicht mehr im Haus ist. In der Zwischenzeit informiere ich den Kaufhauscop, dass er, wenn er ein Problem hat, das gerne mit Herrn E. klären kann und wähle seine Nummer. Kaufhauscop grinst nur blöd und tut so, als wäre ich irgendwie verrückt. Als ich Herrn E. kurz über die Sachlage informiere, grinst er immer noch dumm, geht ans Handy und sag: "Nein, ich habe kein Problem. Die machen schon das zweite Mal Stress hier." Oh wow. Inzwischen trappelt das Mädchen an, das wir gerade nach der Milch gefragt haben, gefolgt von ihrem Kollegen. Es herrscht kurz allgemeines Chaos und irgendwann gibt mir Kaufhauscop mein Handy wieder. Herr E. entschuldigt sich noch tausendmal und informiert mich, dass er leider nichts tun kann, weil der Mitarbeiter einer Fremdfirma unterstellt sind. Er überschreitet zwar deutlich seine Befugnisse, aber das muss jetzt erstmal mit dem Chef von der Sicherheitsfirma geregelt werden und es klingt, als wäre unser Fall nicht der einzige. Es ist uns schleierhaft, wie man so von sich selbst überzeugt sein kann und sich dann aufführt, wie die Axt im Walde, wenn man schon lange keinen Auftrag mehr hat. Basti bezahlt sein Getränk und ich gehe nochmal alles mit Herrn E. genau durch, entschuldige mich für die späte Störung am Freitagabend und er reagiert kaufmännisch perfekt. Solche Leute braucht es. Mit Herz und Verstand in ihrem Beruf. Schade, dass die Kaufhauscops und Fitnessschlampen den wirklichen Arbeitern das Leben immer unnötig schwer machen müssen. Kennst du das, wenn sich das Leben schlagartig ändert und es dann auch noch Leute gibt, die auf deinem äußeren Erscheinungsbild rumtrampeln? Zeit zum Nachfühlen, Mitdenken und Kommentieren. Glücklicherweise sind wir jetzt, 13 Monate später, wieder in einer besseren Position als zu dieser Zeit, aber den Laden meiden wir nach wie vor. Bist du da auch so? Wenn ein Mitarbeiter in einem Geschäft sehr unfreundlich ist, überträgst du das auf die Marke oder wenigstens das Ladengeschäft? Durch meine berufliche Tätigkeit in meinen 20ern habe ich glücklicherweise auch viele toll geführte EDEKA-Filialen kennenlernen dürfen und wollte sogar lange Zeit selbst einen führen. Diesen Gedanken habe ich mit dem Erwachsenwerden abgelegt und bin darüber auch ganz froh. Dennoch bin ich immer noch ein Fan von gutem Einzelhanden und werde das in fernerer Zukunft auch wieder in mein Berufsleben integrieren. Bist du auch viel kritischer mit Branchen, in denen du selbst tätig bist? Unter Gastro-Leuten kenn ich das ja oftmals von der Verständnisvollen und freundschaftlichen Seite, à la "Hey, ich bin auch Koch/Servicekraft/..." im Einzelhandel hingegen muss ich zugeben, dass ich diejenige bin, die wie eine alte Hexe über Missstände schimpft. Deswegen gehe ich nach Möglichkeit nur in den Rathaus-Rewe. Da ist auch nicht alles perfekt, aber ich mag das Team und es wird aufrichtig und mit voller Energie gearbeitet. Wie gehst du damit um, wenn du bedrängt wirst, obwohl es dir sowieso schon schlecht geht? Teile deine Gedanken frei und offen, reflektiere bevor du auf Enter drückst und bleib konstruktiv und respektvoll, damit alle etwas von deinem Kommentar mitnehmen können.
- Gastrogeflüster: Erinnerung ans Holzhotel in Leogang - Mitdenken & Kommentieren
Neuer Beitrag jeden Sonntag | 15.00 Uhr Willkommen bei Frauenbarth. Deinem Blog für Alltagsgeschichten der ungeschönten Art. Mal bitter, mal sauer, mal lustig, mal liebevoll - aber immer mit Gefühl und Querverbindungen. Ich schreibe hier über meinen Alltag, um dich zu unterhalten, mich selbst zu strukturieren und gesellschaftliche Fragen auf den Tisch zu bringen in dem ich Alltagssituationen aufgreife, anstatt auf Social Media Welle zu schieben. In den MK - Beiträgen möchte ich dich nochmal ganz gezielt einladen, zu manchen Fragen, die sich mir im Laufe der letzten Monate so gestellt haben, aus deiner Perspektive zu beantworten. Hier geht's nicht um richtig oder falsch, Anerkennung, Lob oder Ablehnung, sondern einfach um deine ehrlich empfundene Ansicht. Ich freue mich auf deinen Beitrag! Mitdenken & Kommentieren aus dem Blogbeitrag: " " Hundetränen & Gastrogeflüster" Eine Erinnerung an die Zeit in einem Holzhotel in Leogang, Salzburg. Deswegen hatten wir am 21.12.2022 auch unseren ersten Arbeitstag in einem Hotel in Österreich. Wir waren ganz aufgeregt. Ich hatte Frühschicht. 7.00 Uhr Arbeitsbeginn, kein Problem, wenn man dort wohnt, für Frühstück, Mittag- und Abendessen gesorgt ist. Ich freu mich auf den Weihnachtstrubel, weil ich ja gerade erst aus einer Gastro mit vielen tollen Veranstaltungen und ordentlich ordentlicher Arbeit kam. Wenn es eine Gastronomie gibt, die ich im Allgäu ohne Vorbehalte empfehlen kann, dann ist es die Bieralp in Kranzegg. Die Wirte sind großartige Leute, das Bier ist einzigartig und das Essen toll. Die armen Leute haben mich leider in einer ganz doofen Lebenslage abbekommen. Die Arbeit dort hat mich immer ein bisschen ins Leben zurückgebracht, sowie Tierheim, Tierarztpraxis und der Dorfwirt früher, aber wenn das Außenrum und das Innendrin zu viel wird, ist auch der netteste Arbeitsplatz irgendwann nicht mehr gut zu bedienen. Ich bin um 6.50 Uhr im Restaurant aber irgendwie ist niemand da. Naja, dann warte ich mal. Gegen fünf nach sieben schlurft ein Mann rein, der irgendwie nicht so motiviert aussieht. Er hat einen sehr vollen Vollbart. "Ah, du bist Jana?" "Sieht so aus." "Cool, ist heute ganz chillig, wir haben eh nur 23 Gäste oder so. Können uns Zeit lassen. Die stehen eh nicht früh auf, hab gestern Abend mit denen gequatscht. Rauchst du?" "Ähm ja, aber ich hab jetzt keine Zigaretten mit zu meiner ersten Schicht genommen." "Ach, du bist motiviert?" Er lacht ein bisschen. Ich mag seine lebenslustigen Augen, die wenig zu seinen Worten passen: "Bleib zwei oder drei Wochen, dann ist das auch verflogen." "Wie lang bist du schon da?" "Knapp ein Jahr." "Zufrieden?" "Man kann ein bisschen Geld machen, für das, was man tun muss, aber ich geb dir einen Tipp: Mach dein Ding, weil das, was die hier so vorhaben, funktioniert einfach nicht. Vor allem nicht für die Gäste. Du bist übrigens faktisch meine Supervisorin, also hallo Boss." "Ja, hallo auch. Du bist Commis? Ich dachte eigentlich, dass mir die Restaurantleitung oder die Stellvertretung alles zeigt, damit ich dann gleich mit meiner Arbeit loslegen kann." Er lacht. "Komm, ich geb dir ne Ziggi. Oder rauchst du auch E?" "Ne, E nicht." Wir gehen raus und ich schaue das erste Mal den Berg nach oben. Direkt vor der Terrasse ist der Skilift. Hier müsste es um diese Jahreszeit brechend voll sein. Aber gut, exklusiv, es ist ein kleines Haus, auch wenn's auf der Website riesig aussieht. Kann ja sein, dass die Handvoll Gäste einfach die Ultrabetreuung bekommt. Bei drei Mitarbeitern pro Gast ist das schließlich auch zu erwarten. "Wo kommst du her?" "Deutschland. Du?" "Bosnien. Und was machst du dann hier?" "Brauchten 'nen Tapetenwechsel." "Bist du HoFa oder Restaurantfach?" "Ne, Ernährungsberaterin, Einzelhandelskauffrau und Tierpflegerin." "Hm, toll, dass du dann meinen Posten bekommen hast wo ich mir hier schon 'n Jahr den Arsch aufreiße. Aber ich nehm's dir nicht übel, du kannst ja nichts dafür." "Das tut mir leid. Uns wurde gesagt, hier solle sich einiges ändern und wir würden perfekt ins neue Konzept passen. Ich bin Veganerin, mein Freund ist Vegetarier." "Ah, ja dann viel Spaß hier." Er lacht wieder und bietet mir nochmal eine Zigarette an. "Ich mach dir jetzt erstmal einen Cappuccino. Ich hab Hafer-, Soja- oder Mandelmilch. Was magst du?" "Mach's mir, wie du willst." (Sowas passiert mir leider öfter mal, hab ich von meiner Mama). Er lacht und sagt: "Okay." Wir rauchen zu Ende, er macht mir einen Cappuccino mit perfekter Schaumkrone und schönem Muster und zeigt mir dann, was für Frühstücksbuffet noch hergerichtet werden muss. "Na, da hat die Madame abends mal wieder geschlampt.", stellt er fest und zieht so schnell alle fehlenden Gegenstände hervor, dass ich mir unmöglich merken kann, wo das jetzt auf einmal alles herkommt. Nach fünf Minuten sagt er: "So. So soll das ausschauen, dafür hast du in der Regel eine halbe Stunde bis Stunde Zeit. Derweil kannst du schon Kaffee machen oder die Maschine freigeben, wie du Bock hast. Wir machen jetzt erstmal Filterkaffee und frühstücken dabei. Die Showküche ist schon besetzt, er lässt sich schnell was kochen, ich nehme mir was vom Buffet und freu mich, dass es Porridge gibt, den ich essen kann und Brötchen und Obst. Immerhin was zu Essen und es gibt ja auch Milchalternativen. Zum Mittagessen wird uns mindestens eine vegane Option versprochen und damit kann ich dann schon arbeiten. Ich hol mir künftig im Dorf einfach einen Sojaghurt Vorrat und gut ist. Dann kann ich auch wieder ein bisschen zunehmen. 2021 hat mich hart getroffen und seither hänge ich im unteren Gewichtsbereich und komm nicht mehr über 50kg. Das wird sich hoffentlich die nächsten Monate ändern. Auch deswegen sind wir hier. Arbeiten und nebenbei dran arbeiten, unsere Körper wieder fit zu kriegen und vor allem unsere Köpfe. "Wie war's?", fragt Basti als ich ins Hotelzimmer zurückkomme. "Ganz cool eigentlich. Echt wenig los und dann hab ich angefangen zu putzen. Das ist schon nötig. Ich glaub, hier ist manchmal richtig viel los. Sieht auf jeden Fall so aus, als würde man nicht so oft dazu kommen, die Bar mal richtig sauberzumachen. Aber du weißt ja, ich mag auch diese ruhigen Tage, wo man bissl nach- und vorarbeiten kann. Gehen wir ins Spa?" "Gern." Wir verbringen meine Mittagspause im Spa und auf dem Hotelzimmer und dann geht Basti los zu seiner ersten Schicht. Ich bin so ein bisschen verloren, weil ich das erste Mal seit langem völlig frei von Verantwortung bin und das ein ganz komisches Gefühl ist. Ich bin frei und das ist irgendwie beängstigend. Und ich weiß gar nicht, was ich jetzt machen soll, also gehe ich in die Fitnesskammer (die auf der Website aussieht wie ein kleines Fitnessstudio). Davor gab's Abendessen. Spaghetti mit Tomatensoße. War okay vom Geschmack und perfekt für mein Vorhaben. Um halb acht schmeiße ich mich in Arbeitskleidung, die ich selbst mitgebracht habe, weil wir noch keine vom Hotel bekommen haben und schaue mir mal das innovative Konzept von "sharing is caring" an. Individuell. Und die Tabletts sind riesig. Gut, dass ich nicht fürs Tragen angestellt bin. Das würde meine Konstitution gerade deutlich übersteigen. Um 23.59 Uhr endet unser erster Arbeitstag dann und wir sind irgendwie verwirrt. Von einfach allem. Und irgendwie ist uns noch nicht so ganz klar, wer überhaupt wo das sagen hat oder wer der Chef ist. Die Menschen, von denen der nette Schaffner gesprochen hat, haben wir auch noch nicht gefunden. Vielleicht hat er sich im Hotel geirrt... "Ich freu mich, dass wir hier sind, Bebi.", sage ich. "Ich mich auch." "Danke, dass du das mit mir machst." "Ich würde alles für dich tun." "Das weiß ich und andersrum genauso." Die Entscheidung, das Allgäu verlassen zu haben, fühlt sich richtig an. Wir waren in der Sauna, ich sogar zwei mal. Wir waren zusammen im Rooftoppool, um uns herum die winterliche Bergluft und wir sind uns sicher, wenn wir hier nicht heilen und uns wieder aufbauen können, wo dann? "Ihr habt euch schon aus dem Pool an Scheiße rausgezogen und seit jetzt nur noch bis zum Knöchel drin, vergesst nicht, den Dreck abzuwaschen, Leute.", hat uns einer der Allgäuer mit auf den Weg gegeben, der mich noch aus meiner Schulzeit kennt. Er und sein Kumpel haben uns die Zeit davor den Arsch gerettet, weil ich ohne ihn nicht mehr zur Arbeit gekommen wäre und wir kurzzeitig obdachlos gewesen wären. Hilfe annehmen ist manchmal schwierig, vor allem für Menschen wie uns und umso toller, wenn man sie bekommt. Für diese Zeit sind wir sehr dankbar. Beiden Jungs mit Anstand und Ehre. Und an diesen Rat wollen wir uns gern halten. Bereit zum Mitdenken & Kommentieren? Kennst du das, wenn du voller Vorfreude in eine neue berufliche Herausforderung startest und dann bitter enttäuscht wirst wie wir im Holzhotel in Leogang? Unsere Geschichte auf dem toten Berg nimmt an dieser Stelle gerade erst ihren Anfang und wir haben in den knapp vier Monaten auf 1000 Höhenmetern in Leogang allerhand Unglaubliches erlebt. Mehr zu unserer Arbeit im Holzhotel findest du ab und an in den Blogbeiträgen. Bist du eher der Typ "Durchhalten und mal sehen wie es sich entwickelt" oder "Ich hau mal lieber gleich wieder ab?" Wir haben dort oben beides erlebt und konnten auch beides irgendwie nachvollziehen. Ich bin gespannt darauf, wie du mit der Situation umgegangen wärst. Zeit, deinen Kommentar zu hinterlassen. Es gibt auch großartige Hotels in Leogang. Hast du einen persönlichen Tipp, den du mit der Frauenbarth-Community teilen möchtest?
- Dating als Paar | Mitdenken & Kommentieren
Neuer Beitrag jeden Sonntag | 15.00 Uhr Willkommen bei Frauenbarth. Deinem Blog für Alltagsgeschichten der ungeschönten Art. Mal bitter, mal sauer, mal lustig, mal liebevoll - aber immer mit Gefühl und Querverbindungen. Ich schreibe hier über meinen Alltag, um dich zu unterhalten, mich selbst zu strukturieren und gesellschaftliche Fragen auf den Tisch zu bringen in dem ich Alltagssituationen aufgreife, anstatt auf Social Media Welle zu schieben. In den MK - Beiträgen möchte ich dich nochmal ganz gezielt einladen, zu manchen Fragen, die sich mir im Laufe der letzten Monate so gestellt haben, aus deiner Perspektive zu beantworten. Hier geht's nicht um richtig oder falsch, Anerkennung, Lob oder Ablehnung, sondern einfach um deine ehrlich empfundene Ansicht. Ich freue mich auf deinen Beitrag! Mitdenken & Kommentieren Dating als Paar - aus dem Blogbeitrag: "Not or Not" November 2024 [...] Wir schauen uns ein paar Nachrichten an und gucken auf Insta, was es so an weltbewegenden neuen Trends und Meinungen gibt. "Mc Gregor ist verurteilt worden." "Weswegen?" "Vergewaltigung. Von vor sechs Jahren." "Ah. Ja." "Ja." Wir haben so unsere Schwierigkeiten damit, die "großen Exempel" anzuprangern, wo dann viel Geld fließt. Dazu eine kleine Geschichte: 2019, Büro meiner Psychologin: "Waren Sie bei der Polizei?" "Öfter." "Haben Sie Anzeige gestellt?" "War beim Amtsgericht. Wegen einstweiliger Verfügung. Hat man mir abgeraten." "Um die Situation nicht weiter anzufachen?" "Richtig." "War wohl auch die bessere Entscheidung." "Vermutlich. Was, wenn ich jetzt noch was machen wollte?" "Auf welcher Beweisgrundlage?" "Stimmt..." Anderes Beispiel: SMS-Nachricht an einen Mann: "Du hast letztes Wochenende meine Schwester beim Feiern mit nach Hause genommen. Sie hat sich in dich verliebt. Wenn du nicht mit ihr zusammengehst, gehen wir zur Polizei und sagen, du hast sie vergewaltigt." Die Sache hat sich natürlich im Sand verlaufen, weil es ja ganz schön dumm ist, mit sowas zu drohen und dann auch noch mit Textnachricht, aber ich kenne Fälle aus dem Bekanntenkreis meiner Familie, wo einem Mann eine Anschuldigung einer zurückgewiesenen Frau drei Jahre Haft beschwert hat. "Und auch deswegen tu ich mir echt schwer, überhaupt irgendjemand irgendwie attraktiv zu finden.", stelle ich fest. "Bei den einen musst dir Sorgen machen, dass sie zu den Bullen rennen, wenn ihnen klar wird, dass sie nicht auf Dauer bleiben, die Infektionsraten gehen hoch, weil Kondome offenbar 'zu teuer' werden - btw Kinder kosten ja kein Geld, und außerdem drehen ja sowieso alle durch." "Geht mir ja auch so, aber eigentlich sollten wir uns auch nicht davon abfucken lassen, sondern endlich mal unser Leben leben. Vielleicht spielen wir einfach wieder ein bisschen Not or Not* und sehen, was passiert. Da können wir wenigstens alles schriftlich vorab festhalten." "Ja... ich hasse Onlinedating so sehr... Aber du hast recht, kann vielleicht einen gewissen Schutz bieten." "Und außerdem geht's ja eh nur drum, dass wir uns wieder für das Thema öffnen. Und jetzt: wo sind dein Kopfhörer? Ich möchte was ausprobieren." [...] Kennst du das, wenn sich das Bedürfnis einstellt, sich zurückzuziehen? Zeit zum Nachfühlen, Mitdenken und Kommentieren. Unsere Meinung zum Dating hat sich bis dato noch nicht geändert, aber wir haben gerade den Fokus auch völlig anders gesetzt und erfreuen uns der wenigen ruhigen Momente zu zweit, die uns im geschäftigen Alltag bleiben. Wie siehst du die heutige Dating-Kultur und Pärchendynamik? Wir für unseren Teil definieren uns beide als polyamor, leben allerdings seit 3 Jahren rein monogam - aus oben angeführten und einigen weiteren persönlichen Gründen. Wir wissen, wie wertvoll es ist, dass wir eine Partnerschaft führen, in der Raum ist, über Wünsche und Bedürfnisse zu sprechen und sich gemeinsam für die jeweilige Zeit, Situation und Lebenslage entscheiden zu können. Wie stehst du zu nicht monogamen Beziehungen? Wir haben für uns definiert, dass wir stets gemeinsam agieren, d.h. wir führen keine offene Beziehung. Bei uns gäbe es wenn dann Dating als Paar. Die Formen von Liebe uns Beziehungsführung sind jedoch vielfältig wie die Menschen selbst und jede:r sollte erstmal für sich selbst definieren, was sich für das eigene Leben richtig anfühlt. Wie gehst du mit deiner Sexualität um und welche Erfahrungen haben sich daraus ergeben? Teile deine Gedanken frei und offen, reflektiere bevor du auf Enter drückst und bleib konstruktiv und respektvoll, damit alle etwas von deinem Kommentar mitnehmen können. Wenn du mehr über LGBTQIA*+ Themen wissen möchtest, besuche mein Queer Project www.jscolourfullife.de Weil Wissen Mut macht – kostenlose queere Aufklärung für alle.
- Terminplanung | Mitdenken & Kommentieren
Neuer Beitrag jeden Sonntag | 15.00 Uhr Willkommen bei Frauenbarth. Deinem Blog für Alltagsgeschichten der ungeschönten Art. Mal bitter, mal sauer, mal lustig, mal liebevoll - aber immer mit Gefühl und Querverbindungen. Ich schreibe hier über meinen Alltag, um dich zu unterhalten, mich selbst zu strukturieren und gesellschaftliche Fragen auf den Tisch zu bringen in dem ich Alltagssituationen aufgreife, anstatt auf Social Media Welle zu schieben. In den MK - Beiträgen möchte ich dich nochmal ganz gezielt einladen, zu manchen Fragen, die sich mir im Laufe der letzten Monate so gestellt haben, aus deiner Perspektive zu beantworten. Hier geht's nicht um richtig oder falsch, Anerkennung, Lob oder Ablehnung, sondern einfach um deine ehrlich empfundene Ansicht. Ich freue mich auf deinen Beitrag! Mitdenken & Kommentieren aus dem Blogbeitrag: " "Terminplanung" Terminplanung, 1. Oktober 2025 Wir stehen beide auf, machen den Hund fertig, Matthias schreibt derweil, dass er vor der Tür steht und dann geht‘s auch schon wieder raus. Wir bringen Basti zurück zur Klinik und entscheiden, einfach in den Hardtwald zu gehen, weil wir ja eh schon fast da sind. Kurz bevor wir auf den Waldweg kommen, klingelt mein Handy und ich drehe direkt um. „Planänderung. Happy kommt jetzt. Wir haben 14 Minuten, um pünktlich zu kommen - und das auch nur,weil die Halterin im Stau steht.“ „Haben Sie sich den Termin nicht aufgeschrieben?“, fragt Matthias und ich sage: „Doch, aber ich hab heute Morgen den Terminplan nicht gecheckt. Lernen wir: Das ist wichtig, weil sonst sowas passiert.“ Wir schicken uns an und schaffen es pünktlich. Happy ist happy, wir auch und wir beschließen, erstmal wieder nach Hause zu gehen. Matthias macht mit den Produkten weiter und schaut nochmal auf TikTok. Basti kommt früher heim als erwartet und wir laufen ihm mit den Hunden entgegen, was Happy noch viel happiger macht, weil er Basti gaaaaanz toll findet. Zurück Zuhause erhält Matthias Basti von unserem Tag und wir feiern unser 20stes Like auf TikTok. Das hat auch einen kleinen Hintergrund: Mittags haben Matthias und ich darüber geredet, dass ich es manchmal einschüchternd finde, wenn ich die Profile der großen Creatoren anschaue, weil man sich selbst so klein vorkommt Mein Praktikant hatte eine so nüchterne wie treffende Antwort: „Ach, Frau Barth… Aber die machen das ja auch schon seit Jahren und dauernd. Das ist auch eine Zeitfrage.“ Und er hat recht. Irgendwann ist immer der erste Schritt und ich freu mich, dass wir ihn als Rudel bei seinen ersten Schritten Richtung Berufsfindung begleiten können. Es war die richtige Entscheidung, das zu machen, auch wenn ich anfangs Zweifel hatte. Social Media sieht immer so einfach aus - wenn es andere machen. Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen und Erlebnisberichte. Und wenn du selbst keinen Plan von den sozialen Medien hast, hast du vielleicht eine lustige Anekdote zu Praktikanten oder Auszubildenden oder einen Moment, in dem jemanden mit einfachen Worten alles auf den Punkt gebracht hat, was gerade zu sagen war. Zeit zum Nachfühlen, Mitdenken und Kommentieren.
- Erstes Türchen - Wohnen & Umzug
Es ist erster Dezember. Ich habe einen Monat nicht geschrieben. Ich habe vier Wochen die Zeit vergessen und im Wartemodus. Der Beginn der Adventszeit unterbricht meine Zeitlosigkeit und macht mir bewusst, dass zwar viel, aber halt nichts Konkretes passiert ist.
- Monatsabschluss - Nachfühlen, Mitdenken & Kommentieren
Neuer Beitrag jeden Sonntag | 15.00 Uhr Willkommen bei Frauenbarth. Deinem Blog für Alltagsgeschichten der ungeschönten Art. Mal bitter, mal sauer, mal lustig, mal liebevoll - aber immer mit Gefühl und Querverbindungen. Ich schreibe hier über meinen Alltag, um dich zu unterhalten, mich selbst zu strukturieren und gesellschaftliche Fragen auf den Tisch zu bringen in dem ich Alltagssituationen aufgreife, anstatt auf Social Media Welle zu schieben. In den MK - Beiträgen möchte ich dich nochmal ganz gezielt einladen, zu manchen Fragen, die sich mir im Laufe der letzten Monate so gestellt haben, aus deiner Perspektive zu beantworten. Hier geht's nicht um richtig oder falsch, Anerkennung, Lob oder Ablehnung, sondern einfach um deine ehrlich empfundene Ansicht. Ich freue mich auf deinen Beitrag! Mitdenken & Kommentieren aus dem Blogbeitrag: " Monatsabschluss" September Die letzten Wochen hatte ich wenig Lust oder Nerven über meinen Alltag zu schreiben. Nicht weil nichts passiert ist, eher weil es zu viel war. Auch dieser Monat ist nur so an mir vorbei gerauscht. Aber heute ist es endlich wieder so weit, dass ich mir die Freiheit nehme und genug Muse habe, um einen Beitrag zum Monatsabschluss zu schreiben. Es ist wieder ein Montag. Ich probiere das eure iPad aus und freu mich, dass das mit dem Schreibe und Arbeiten soweit gut zu klappen scheint. Letzte Woche hat mein Praktikant in der Tierpflege angefangen. Die erste zwei Tage sind etwas unglücklich gelaufen, weil mehr Hunde da waren als eigentlich geplant und ich kaum Zeit für ihn hatte. Außerdem sind erste Tage (fast) immer doof. Alles ist neu und man fühlt sich irgendwie verloren. Eigentlich sollte es ja nur dem Praktikanten so gehen, nachdem es aber mein erster Praktikant in meinem eigenen Geschäft ist, war auch ich ein bisschen nervös. Da waren so Fragen wie: Komm ich mit ihm klar? Was kann er machen? Wie geht‘s mir damit, wenn ich kein Team habe um Rücksprache zu halten, sondern alles selbst entscheide? Selbstständigkeit ist die eine Sache. Unternehmensaufbau fühlt sich ganz anders an. Letztes Jahr um diese Zeit hab ich einfach nur gehofft, dass ich bald möglichst wieder in die Selbstständigkeit starten kann und dann dachte ich, würde ich einfach damit zufrieden sein, für meinen eigenen Lebensunterhalt aufkommen zu können und das zu meinen Bedingungen. Im Februar konnte ich dann endlich wieder starten, jetzt bin ich an dem Punkt an dem ich sein wollte - aber auch doch nicht. Jetzt will ich mehr. Meine Grundprojekte stehen, jetzt heißt es sie mit Leben zu füllen und das fühlt sich gerade sehr oft nach Überforderung an, wenn ich über die Zukunftsplanung nachdenke. Unsere Planungen für unser neues Zuhause nehmen konkretere Vorstellungen an, sind aber mit einem enormen Arbeitsaufwand verbunden. Und obwohl ich mich drauf freue, macht‘s mir auch irgendwie Angst. Ab Oktober gibt‘s hier wieder regelmäßige Beiträge. Ich freu mich, dass du dabei bist, meine Texte ist und hoffe, dass du dir das ein oder andere Mal was draus mitnehmen kannst. Bereit zum Nachfühlen, Mitdenken & Kommentieren? Kennst du das, wenn dir alles auf den Keks geht? Was hilft dir in solchen Phasen? Teile deine Tipps mit der Frauenbarth Community und inspiriere andere, die vielleicht gerade noch in einer Keks-Zeit feststecken.
- Mädchenvibes & Trash-TV - LGBTQIA*+ Gedanken zum Nachfühlen, Mitdenken & Kommentieren
Neuer Beitrag jeden Sonntag | 15.00 Uhr Willkommen bei Frauenbarth. Deinem Blog für Alltagsgeschichten der ungeschönten Art. Mal bitter, mal sauer, mal lustig, mal liebevoll - aber immer mit Gefühl und Querverbindungen. Ich schreibe hier über meinen Alltag, um dich zu unterhalten, mich selbst zu strukturieren und gesellschaftliche Fragen auf den Tisch zu bringen in dem ich Alltagssituationen aufgreife, anstatt auf Social Media Welle zu schieben. In den MK - Beiträgen möchte ich dich nochmal ganz gezielt einladen, zu manchen Fragen, die sich mir im Laufe der letzten Monate so gestellt haben, aus deiner Perspektive zu beantworten. Hier geht's nicht um richtig oder falsch, Anerkennung, Lob oder Ablehnung, sondern einfach um deine ehrlich empfundene Ansicht. Ich freue mich auf deinen Beitrag! Bevor es heute ans Nachfühlen, Mitdenken & Kommentieren geht, lade ich dich herzlich auf meine LGBTQIA*+ Homepage www.jscolourfullife.de ein. Mitdenken & Kommentieren aus dem Blogbeitrag: " Mädchenvibes & Trash-TV" Mädchenvibes - Alltag und Selbstreflexion Ich geb's zu... Normalerweise mach ich das ja nicht... aber ich hab am Wochenende ein bisschen Princess Charming geguckt. Danach bin ich durch die sozialen Medien gestreift und hab mal wieder alle möglichen Kuriositäten gefunden. Manchmal frage ich mich, warum die Menschen es nicht mal mehr schaffen, erstmal nachzulesen, mit welchen Labeln sie sich belegen, bevor sie sie für sich beanspruchen. Das führt natürlich zur Verwirrung. Aber das ist auch kein Wunder, wenn die Aufklärungsangebote rar gesät sind und die aktuellen Vorzeigepersonen auf dem Kampfkurs des "Jeder muss MICH so respektieren, wie ich bin" und deswegen eine ganze Personengruppe diskreditieren. Da fand ich's dann doch mal ganz nett, bei Princess Charming zwar auch einiges an Drama zu sehen, aber wenigstens auch ein bisschen Normalität. Einfach Menschen mit Gefühlen, ohne Kostüme oder dem ständigen Hervorheben ihrer Einzigartigkeit durch ihre Sexualität. Mal ehrlich: Wenn deine Sexualität alles ist, was du zu bieten hast, zu was macht dich das dann? Ich wage mal zu behaupten, dass sich queere Menschen durch mehr auszeichnen als als ständiges queer sein, obgleich sie es zu jederzeit natürlich sind. Klingt kompliziert, ist es aber nicht. Ich bin zum Beispiel eine Bisexuelle. Oder eine Veganerin. Oder eine Ernährungsberaterin. Oder eine Tierpflegerin. Oder eine Frau. Und in Wahrheit bin ich alles davon, zu jeder Zeit und mehr, weil der Mensch facettenreich ist. Vielleicht braucht es gar keine Aufklärungsarbeit gerade, vielleicht braucht es sprachliche Bildung und verständliche Erklärungen für die Allgemeinheit, die eben nicht aus dieser Nische der Gesellschaft kommt. Die Community ist groß, größer, als sich viele vielleicht vorstellen können und es sind mehr Leute von den aktuellen Entwicklungen betroffen, als man vielleicht wahrhaben will - aber genau hier braucht es doch eine starke Einheit, die signalisiert: wir sind Menschen, wir wollen nichts außer unser Sein leben und lieben, wen wir lieben, damit auch du diese Freiheit hast. Doch was es braucht und was gut zieht, sind halt zwei verschiedene Stiefel. Der eine bildet seine Meinung, der andere bildet sich. Wie siehst du das? Fühlst du dich wohler mit oder ohne Label? Was treibt die gesellschaftliche Spaltung wirklich voran und wann hast du zuletzt jemandem die Hand gereicht, der anderer Meinung war? Und wie stehst du gerade persönlich der LGBTQIA*+ Gesellschaft gegenüber? Teile deine Gedanken gerne offen, reflektiert und respektvoll. Zeit zum Nachfühlen, Mitdenken und Kommentieren.
- Spülmaschinen & Anschluss - Mitdenken & Kommentieren
Neuer Beitrag jeden Sonntag | 15.00 Uhr Willkommen bei Frauenbarth. Deinem Blog für Alltagsgeschichten der ungeschönten Art. Mal bitter, mal sauer, mal lustig, mal liebevoll - aber immer mit Gefühl und Querverbindungen. Ich schreibe hier über meinen Alltag, um dich zu unterhalten, mich selbst zu strukturieren und gesellschaftliche Fragen auf den Tisch zu bringen in dem ich Alltagssituationen aufgreife, anstatt auf Social Media Welle zu schieben. In den MK - Beiträgen möchte ich dich nochmal ganz gezielt einladen, zu manchen Fragen, die sich mir im Laufe der letzten Monate so gestellt haben, aus deiner Perspektive zu beantworten. Hier geht's nicht um richtig oder falsch, Anerkennung, Lob oder Ablehnung, sondern einfach um deine ehrlich empfundene Ansicht. Ich freue mich auf deinen Beitrag! Mitdenken & Kommentieren aus dem Blogbeitrag: "" Spülmaschinen & Anschluss " Ich bin jetzt 30 aber fühle mich wie 80. Die Maschine kommt, mit zwei lustigen Ossis im Schlepptau, die so eine Mischung aus Mitleid und Bewunderung für unser Lächeln in diesem Verschlag mitbringen. "Oh, was habt ihr euch da nur angetan?", sagt der eine. "Na, irgendwo müssen wir ja wohnen.", sage ich. "Das war mal ein Bad.", stellt der andere fest. "Mag sein, jetzt ist es die Küche. Solange bis wir hier ausziehen und danach ist es mir egal." Der Anschlussservice wurde extra bezahlt, aber ganz ehrlich? Einen Schlauch in die Wand schieben, ohne ihn zu befestigen, kann ich auch. Basti ist natürlich mit aufgestanden, weil man als Frau von Handwerkern sowieso nicht ernst genommen wird, aber das bringt auch gar nichts, weil sie ja faktisch keine Handwerker, sondern Boten sind. Egal, das Ding steht und ich will mich freuen. "Machen wir sie gleich an?", frage ich aufgeregt. "Die Nacht war furchtbar. Lass uns nochmal kurz schlafen, nachdem wir Gassi waren." "Na gut.", sage ich und bin nicht mehr freudig, sondern traurig. Weil ich so lange gewartet hab und wieder warten muss, das Wohnzimmer voller voller Kartons mit Küchenzeug ist und ich erstmal die blöde Spülmaschine brauche, damit ich nicht mehr in der Dusche spülen muss. [...] Meine Waldstunde mit Finn bringt mich wie immer ein bisschen runter, aber als ich nach Hause komme und aufsperre, stürzen mir fünf Hunde in die Arme und ich fluche. "Was soll der Scheiß? Warum ist die verfickte Küchentür nicht zu?" "MOOOO!", brüllt Basti und ich bin genervt, weil wohl eher der Dungeon als die Hunde Schuld sind. Ich zicke ihn ein bisschen an, wir streiten kurz und dann leg ich mich ins Bett, kuschel mit den Hunden und will endlich mein Buch korrekturlesen, damit ich den Print freigeben kann. Aber auf Seite 40 bin ich so müde, dass ich kurz einnicke. "Dein Handy klingelt!" Ich springe auf und renne zu meinem Handy, das beim Laden hängt. "Geh halt hin, Depp!" "Barth! Was kann ich tun?" "Ach, ich glaub ich bin falsch, ich wollte eigentlich den Herrn..." "Ja, das ist mein Freund. Der ist da. Ich verbinde." "Hier, wahrscheinlich die Polizei wegen dem Schwanztyp." Es ist nicht die Polizei, sondern ein Arzt, der offenbar nicht das ist, was wir suchen. "Ich hätte nicht noch eine schlechte Nachricht brauchen können.", murmelt er verdrossen. "Ich weiß, Bebi." Also setze ich mich an den PC und suche nach Alternativen. Ich ruf in ein paar Kliniken an und will ihm dann die Website zeigen, aber er guckt nicht hin. Also lese ich vor und muss eh schon gegen die Musik anschreien, die er nicht leiser machen will. "Kannst du mal so reden, dass man dich versteht?" Ich schreie. "Du musst nicht rumschreien! Sei nicht immer so aggressiv!" "Ach, weißt du was? Fick dich einfach. Du weißt, dass ich ein Lautstärkenregulationsproblem habe und mir das jetzt zum Vorwurf zu machen, ist assi. Mach deinen blöden Scheiß in Zukunft allein!" Ich stehe auf und gehe ins Schlafzimmer. "Behandel mich doch nicht immer, als wäre ich ein Behinderter!" "Dann verhalte dich nicht wie einer!" Funkstille. Ich gehe Gassi, trage dann das Pfand weg und erhalte 20 Euro, die ich gleich wieder umsetze. Danach schau ich mal, ob ich die Spülmaschine zum laufen kriege und entscheide mit meiner Mama, dass ich das besser lasse, weil sonst die ganze Küche unter Wasser stehen wird so wie das aussieht. Perfekt. Ich bin maximal angepisst und vergrabe mich in Sprachübungen, um meine Wut zu dämpfen. Lernen ist wohl das wenig selbstschädigende Verhalten in solchen Situationen. Ich gehe nochmal mit der Alten raus und bleibe danach in der Küche, weil ich keinen Bock auf den Rest der Wohnung hab. Hierauf auch nicht, aber hilft ja nichts. Bereit zum Mitdenken & Kommentieren? Kennst du das, wenn du aus tausend Gründen genervt bist und es an deine:r Liebste:n auslässt? Außerdem freue ich mich auf deine Story zu Handwerkerfails, Spülmaschinen und Anschluss.
- Praktikantenübersicht & Kinderwunsch
Seit Anfang des neues Schuljahrs habe ich einen Praktikanten. Er ist 14, sehr engagiert, voller Ideen und interessiert sich für die Tierpflege. Ich war anfangs unsicher, ob ich überhaupt einen Praktikumsplatz anbieten kann, da mein Unternehmen ja noch sehr klein ist, ich größten Teils von Zuhause aus arbeite und ich noch nicht so genau wusste, was er überhaupt tun können soll...
- Letzter Krankheitstag - Mitdenken & Kommentieren
Neuer Beitrag jeden Sonntag | 15.00 Uhr Willkommen bei Frauenbarth. Deinem Blog für Alltagsgeschichten der ungeschönten Art. Mal bitter, mal sauer, mal lustig, mal liebevoll - aber immer mit Gefühl und Querverbindungen. Ich schreibe hier über meinen Alltag, um dich zu unterhalten, mich selbst zu strukturieren und gesellschaftliche Fragen auf den Tisch zu bringen in dem ich Alltagssituationen aufgreife, anstatt auf Social Media Welle zu schieben. In den MK - Beiträgen möchte ich dich nochmal ganz gezielt einladen, zu manchen Fragen, die sich mir im Laufe der letzten Monate so gestellt haben, aus deiner Perspektive zu beantworten. Hier geht's nicht um richtig oder falsch, Anerkennung, Lob oder Ablehnung, sondern einfach um deine ehrlich empfundene Ansicht. Ich freue mich auf deinen Beitrag! Mitdenken & Kommentieren aus dem Blogbeitrag: " Letzter Krankheitstag" Letzter Krankheitstag, 02. Februar 2025 Außerdem Sonntag. Und hundefrei. Ich habe schlecht geschlafen, weil's Bossbunny ja nicht so toll geht, stehe um kurz vor acht auf und bin um kurz vor neun bei ihm. Er ist soweit okay, aber gefallen tut er mir nicht. Ich sage seiner Hasenmama bescheid und sie kommt schon früher zurück, um zur Not zum Tierarzt zu gehen. 10.00 Uhr "Stehen wir auf?", flüstert Basti. "Neeeee...", murmle ich zurück. "Hab auf diese Antwort gehofft." Ich kuschle mich an ihn und wir schlafen weiter. Und nun bin ich gespannt auf deine Gedanken zum Thema "Letzter Krankheitstag", denn es ist Zeit zum Nachfühlen, Mitdenken & Kommentieren: Kennst du das, wenn nach einer (langen) Krankheitsphase wieder mit der Arbeit anfängst? Wie geht's dir dann damit oder hängt das von deinem jeweiligen Arbeitsplatz und der Situation ab?


